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Ein klassifiziertes Château mit Forschung als Gegenwart
Die Geschichte von Château Couhins beginnt im 17. Jahrhundert. Der Besitz ging aus der Zusammenführung des Domaine de la Gravette und des Domaine du Pont de Langon hervor. In der Klassifikation von 1959 erhielt Château Couhins den Status eines Grand Cru Classé de Graves – eine Einordnung, die zum Château selbst gehört.
1968 erwarb INRAE das Weingut. Damit ist Château Couhins mit dem französischen Institut für Forschung zu Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt verbunden. Das Gut ist nicht lediglich Produktionsort: Forschende und Techniker von INRAE nutzen es als praktisches Versuchsfeld, um agroökologische Systeme für den Weinbau zu entwickeln.
Biologischer Weinbau seit dem Jahrgang 2022
Die Weine von Château Couhins sind seit dem Jahrgang 2022 für ökologischen Landbau zertifiziert. Ein Jahrgang bezeichnet dabei das Erntejahr der Trauben; die Zertifizierung bezieht sich hier ausdrücklich auf die Weine des Châteaus ab diesem Jahrgang. So verbindet das Gut seinen klassifizierten Status mit einer dokumentierten Entwicklung im biologischen Weinbau.
Château Couhins ist nicht Couhins-Lurton
Bei der Einordnung des Namens ist eine klare Trennung wichtig. Nach dem Verkauf an INRAE wurden 1,5 Hektar Weißweinreben an André Lurton übertragen; zugleich wurde ihm die Nutzung der Marke Couhins-Lurton gestattet. Château Couhins und Château Couhins-Lurton sind deshalb eigenständige Güter beziehungsweise Marken und sollten nicht gleichgesetzt werden.
Château Couhins steht somit für ein historisches, in Pessac-Léognan verortetes Château, dessen Profil heute ebenso von der INRAE-Anbindung, der Arbeit an agroökologischen Weinbausystemen und der Bio-Zertifizierung geprägt wird wie von der Klassifikation als Grand Cru Classé de Graves.