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Ein Gut mit eigener Geschichte in Saint-Estèphe
Die Geschichte von Château Ormes de Pez ist im Médoc seit dem 18. Jahrhundert verankert. Das Gut befindet sich westlich von Saint-Estèphe und grenzt an den Weiler Pez. Sein Name leitet sich von einem Ulmenhain ab, der dort einst stand; die Ulmen sind heute verschwunden.
Seit dem Erwerb durch die Familie Cazes im Jahr 1939 steht das Weingut in einem Zusammenhang mit Château Lynch-Bages: Ormes de Pez war die zweite von der Familie erworbene Immobilie. Die Erzeugung erfolgt laut Produzent mit derselben Sorgfalt, die auch für die Weine von Château Lynch-Bages maßgeblich ist. Das beschreibt eine handwerkliche Verbindung innerhalb des Portfolios, ohne die Eigenständigkeit des Guts aufzuheben.
Parzellen und Rebsorten
Die Weinberge werden nach den Anforderungen der Sorten differenziert bewirtschaftet. Für Cabernet sind kiesige Parzellen aus Quarz und gerollten Kieseln vorgesehen. Merlot findet seinen Platz auf kühleren Böden aus Sand und Ton. Diese Einteilung macht nachvollziehbar, weshalb mehrere Bordeaux-Sorten zum Weinberg gehören.
Das offizielle Datenblatt führt 47 % Cabernet Sauvignon, 39 % Merlot, 10 % Cabernet Franc und 4 % Petit Verdot an. Cabernet Sauvignon und Merlot bilden damit die wesentlichen Anteile; Cabernet Franc und Petit Verdot ergänzen die Bepflanzung.
Ausbau des Weins
Für Château Ormes de Pez nennt das Datenblatt eine traditionelle Vinifikation. Anschließend reift der Wein 16 Monate in französischen Eichenfässern; 45 % davon sind neue Fässer. Der Anteil neuer Eiche bezeichnet Fässer, die zuvor noch nicht für den Ausbau eines Weins genutzt wurden. Die Angabe beschreibt eine klar definierte Entscheidung im Ausbau und gehört zum technischen Profil des Hauses.