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Ein Weinberg mit päpstlicher Namensgeschichte
Château Pape Clément hat seinen Sitz in Pessac, 216 avenue Dr Nancel Pénard, und gehört zur kontrollierten Herkunftsbezeichnung Pessac-Léognan. Die Geschichte des Guts reicht nach Angaben des Produzenten bis zu den ersten Weinlesen von 1252 zurück. Seine heutige Bezeichnung verweist auf Bertrand de Goth: Er wurde zunächst Erzbischof von Bordeaux und 1305 als Clemens V. Papst.
In den 1980er-Jahren erwarb Bernard Magrez Château Pape Clément. Das Gut nimmt damit innerhalb seiner Laufbahn eine besondere Stellung ein, denn der Produzent beschreibt es als seinen ersten Weinberg.
Die Weine und ihre Bezeichnungen
Im Zentrum steht Château Pape Clément in roter und weißer Ausführung. Der rote Château Pape Clément wird als Grand Cru Classé de Graves geführt. Diese Klassifikation ist eine präzise Angabe zum roten Wein und sollte nicht pauschal auf die weiteren Weine unter dem Namen des Châteaus übertragen werden.
Neben den beiden Château-Weinen nennt die offizielle Übersicht Clémentin in Rot und Weiß sowie L’Âme de Pape Clément ebenfalls in beiden Farben. Für eine eindeutige Einordnung lohnt es sich daher, auf dem Etikett nicht nur auf den Namen Pape Clément, sondern auch auf die vollständige Cuvée-Bezeichnung, die Farbe und den Jahrgang zu achten.
Pessac-Léognan und Graves-Klassifikation richtig lesen
Pessac-Léognan bezeichnet die Herkunftsbezeichnung des Guts. Grand Cru Classé de Graves hingegen benennt die Klassifikation des roten Château Pape Clément. Beide Angaben erfüllen unterschiedliche Funktionen: Die AOC ordnet die Herkunft ein, während die Klassifikation ausdrücklich den roten Hauptwein betrifft. Gerade bei einem Haus, das Rot- und Weißweine sowie mehrere namentlich getrennte Abfüllungen führt, hilft diese Unterscheidung bei der genauen Identifikation einer Flasche.