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Eine Bodega aus Formariz in Arribes
El Hato y el Garabato wurde 2015 von José Manuel Benéitez López und Liliana Fernández Pérez gegründet. Der Ausgangspunkt war die Rückkehr zu familiären Weinbergen in Formariz, einer Ortschaft in der Provinz Zamora. Die Bodega liegt im Parque Natural Arribes del Duero und in der Grenzlandschaft am Duero zwischen Spanien und Portugal.
Als Projekt ist El Hato y el Garabato innerhalb der Denominación de Origen Arribes verortet. Diese Herkunft steht hier nicht nur für einen geografischen Rahmen: Die Bodega verbindet ihre Arbeit ausdrücklich mit dem Erhalt alter Weinbereitungstraditionen und vergessener Rebsorten.
Alte Reben und regionale Sorten
Die Grundlage bilden laut Produzentenseite acht Hektar alte Reben im Alter von 80 bis 120 Jahren. Das Sortenspektrum richtet sich auf Reben, die für Arribes typisch sind oder dort lange zur Weinbautradition gehörten. Genannt werden Doña Blanca, Juan García, Bruñal, Puesta en Cruz, Rufete und Bastardo.
Auch die offiziellen Bezeichnungen einzelner Weine und Editionen spiegeln diese Idee der Wiederbelebung wider. Der Consejo Regulador nennt unter anderem Sin Blanca, Buena Jera, Otro Cuento und La Xefa. Sie stehen im Markenkontext für den Versuch, alte Herstellungsweisen und vergessene Sorten wieder sichtbar zu machen – nicht als abstraktes Regionalprogramm, sondern als Teil dieses konkreten Familienprojekts.
Niedrige Intervention als Arbeitsprinzip
El Hato y el Garabato beschreibt den eigenen Ansatz als ökologisch und niedriginterventionistisch. Möglichst wenige Zusätze und der Verzicht auf technologische Eingriffe werden als prägende Herstellungsprinzipien genannt. Damit liegt der Schwerpunkt auf dem Ausgangsmaterial aus den alten Weinbergen und auf einer zurückhaltenden Begleitung der Weinbereitung.
Für die Einordnung der Marke ist deshalb weniger ein einheitlicher Stilbegriff entscheidend als die Verbindung von Weinbaupatrimonium, Sortenerhalt und persönlicher Familiengeschichte. Die Bodega steht für ein klar umrissenes Projekt in Formariz: alte Reben, regional verwurzelte beziehungsweise vergessene Sorten und eine Herstellung mit möglichst geringer Intervention.