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Eine Fattoria mit dokumentierter Geschichte
Fattoria Ormanni ist nicht nur als Weinmarke, sondern als historisch gewachsene toskanische Fattoria überliefert. Die offizielle Gutsgeschichte setzt den Beginn der dokumentierten Besitzgeschichte bei Vincenzo Brini im Jahr 1818 an; der Kauf wurde am 30. Januar 1819 beurkundet. Die Tenuta befindet sich an der Straße zwischen Poggibonsi und Castellina in Chianti, nahe der Kirche San Pietro a Cedda.
Die historische Einordnung reicht über die eigene Besitzchronik hinaus: Als 1924 der „Consorzio per la Difesa del Vino Tipico del Chianti“ gegründet wurde, wurde die Tenuta laut Produzentenseite von Vincenzo Brini und seinem Neffen Francesco geführt. Damit ist Ormanni in der dokumentierten Frühgeschichte des Chianti-Schutzverbands präsent.
Chianti Classico und eigenständige IGT-Linien
Das dokumentierte Markenportfolio bildet mehrere Herkunfts- und Bezeichnungsebenen ab. Dazu gehören Chianti Classico, Chianti Classico Riserva und Chianti Classico Gran Selezione. Ergänzt werden sie durch Chianti sowie die IGT-Weine Julius, Canaiolo und Bianco. Das Portfolio umfasst damit mehrere Herkunfts- und Bezeichnungsebenen, ohne dass daraus eine einheitliche Stilbeschreibung für alle Linien abzuleiten wäre.
Mehr als Weinbau
Historisch war Ormanni eine vielseitige Fattoria. Neben Wein umfasste der Betrieb Olivenöl, Getreide, Holz und Viehzucht; außerdem gehörten ein Mühlen- und ein Ölmühlenbetrieb sowie eine Alkoholerzeugung zur überlieferten landwirtschaftlichen Tätigkeit. Diese Geschichte erklärt den Begriff Fattoria im Markennamen besonders anschaulich: Er verweist auf einen landwirtschaftlichen Gesamtbetrieb, dessen dokumentiertes Profil deutlich über den Weinbau hinausging.
So verbindet Fattoria Ormanni einen konkret belegten Besitzbeginn im frühen 19. Jahrhundert mit einer Lage im Chianti-Gebiet und einem Portfolio, das traditionelle Chianti-Bezeichnungen neben IGT-Weinen führt.