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Jacques Lassaigne und der Chardonnay von Montgueux
Montgueux liegt westlich von Troyes und räumlich getrennt von den bekannteren Weinbauorten der Côte des Bar. Der von Kreide geprägte Hügel ist der zentrale Herkunftsbezug der Weine von Jacques Lassaigne. Seit 1999 verantwortet Emmanuel Lassaigne den Betrieb und hat dessen Ausrichtung auf einzelne Weinberge und Parzellen geschärft. Chardonnay steht dabei klar im Mittelpunkt.
Von Les Vignes de Montgueux bis Le Cotet
Les Vignes de Montgueux verbindet Chardonnay aus mehreren Parzellen und vermittelt dadurch ein vergleichsweise breites Bild des Ortes. Le Cotet richtet den Blick enger auf eine einzelne Lage. La Colline Inspirée beruht auf Chardonnay aus älteren Rebanlagen und wird im Holz ausgebaut. Diese Champagner sind daher weniger als starre Qualitätsstufen denn als unterschiedlich zugeschnittene Interpretationen von Montgueux zu verstehen.
Bei Abfüllungen mit der Angabe Extra Brut weist die Bezeichnung auf eine besonders niedrige Dosage hin. Für die Auswahl sind daneben vor allem Herkunftszuschnitt und Ausbau entscheidend: eine Verbindung mehrerer Parzellen bei Les Vignes de Montgueux, ein enger Lagenfokus bei Le Cotet oder der vom Holzausbau geprägte Ansatz von La Colline Inspirée.
Stille Coteaux Champenois in Weiß und Rot
Neben Champagner füllt Jacques Lassaigne stille Weine unter der Appellation Coteaux Champenois ab. Der weiße Haut Revers du Chutat zeigt Chardonnay ohne zweite Flaschengärung und Kohlensäure. Der rote Chères Vignes basiert auf Pinot Noir und eröffnet damit eine deutlich andere Perspektive auf den Erzeuger. Wer innerhalb der Marke auswählt, entscheidet somit nicht nur zwischen verschiedenen Champagnerlagen, sondern auch zwischen Schaumwein und seltenen Stillweinen aus der Champagne.