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Jiménez-Landi: Bodega mit Einschnitt im Jahr 1963
Bodegas Jiménez-Landi hat ihren Sitz in Méntrida in der spanischen Provinz Toledo. Die heutige Bodega entstand laut eigener Darstellung 1963. Dieses Jahr markiert zugleich einen dokumentierten Wendepunkt der Markengeschichte: Antonio Jiménez-Landi und Helios Sainz richteten die Bodega neu aus und erweiterten sie technisch. Die ältesten Gebäudeteile reichen bis ins späte 16. Jahrhundert zurück.
Damit verbindet Jiménez-Landi historische Bausubstanz mit einer klar belegten Neuausrichtung in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Als rechtliche Gesellschaft hinter der offiziellen Website wird Landi Vinos y Viñedos S.L. geführt.
Garnacha zwischen Méntrida und El Real de San Vicente
Garnacha bezeichnet die Bodega als autochthone Rebsorte der Region. In Méntrida liegen die genannten Weinberge auf sandigen, granitischen Böden in 550 bis 650 Metern Höhe. Eine weitere Herkunft bildet El Real de San Vicente: Dort bewirtschaftet Jiménez-Landi nach eigener Darstellung fünf Hektar alter Garnacha-Reben auf 750 bis 850 Metern.
Diese Angaben beschreiben keine einheitliche Herkunft, sondern zwei klar benannte Weinbergsbereiche mit unterschiedlichen Höhenstufen. Gerade die getrennte Betrachtung der Parzellen ist für das Verständnis der Marke wichtig.
Wenig intervenierende Weinbereitung
Die Bodega vinifiziert parzellengetrennt und arbeitet mit einheimischen Hefen. Auf Kältestabilisierung, Schönung und Filtration wird laut eigener Darstellung verzichtet; bei der Abfüllung kommen minimale Schwefeldioxidgaben zum Einsatz. Kältestabilisierung verhindert normalerweise, dass sich bestimmte Weinstein-Kristalle später im Wein bilden. Schönung und Filtration dienen häufig dazu, Trubstoffe oder instabile Bestandteile zu entfernen. Der Verzicht darauf ist daher eine konkrete Herstellungsentscheidung und kein bloßes Stilwort.
Linien und Sondereditionen
Die offizielle Markenpräsentation nennt unter anderem El Corralón, Sotorrondero, Piélago und Ataulfos. Daneben führt sie die Kollektion „Vinos singulares“, die als limitierte Sonderweine aus der Entwicklung der Bodega beschrieben wird. Diese Linien gehören zum historischen und aktuellen Markenbild; aus ihrer bloßen Nennung lassen sich jedoch weder identische Rebsortenzusammensetzungen noch ein einheitlicher Ausbau ableiten.
Für die Einordnung von Jiménez-Landi sind deshalb vor allem drei Ebenen maßgeblich: der Einschnitt von 1963, Garnacha-Herkünfte in Méntrida und El Real de San Vicente sowie eine Weinbereitung, die Herkunft und geringe technische Eingriffe miteinander verbindet.