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Ein Destilleriestandort von Matsui Shuzo
Kurayoshi Distillery ist ein Unternehmensstandort von Matsui Shuzo in Kurayoshi City in der japanischen Präfektur Tottori. Matsui Shuzo nennt als Gründungsdatum des Unternehmens den 29. März 1910. Dieses Datum beschreibt die Unternehmensgeschichte, ist aber kein Nachweis dafür, dass am heutigen Standort seit 1910 Whisky produziert wird.
Die Destillerie liegt nach Darstellung des Produzenten am Fuß des Berges Daisen. Dabei wird insbesondere das verfügbare Wasser als prägender Faktor für die Whiskyproduktion hervorgehoben. Der Ortsname Kurayoshi steht somit sowohl für den Produktionsstandort als auch für eine wichtige Namenswelt innerhalb des Hauses Matsui – beides sollte jedoch nicht gleichgesetzt werden.
„The Kurayoshi“: Linie, nicht Destilleriename
„The Kurayoshi“ wird von Matsui Shuzo ausdrücklich als Pure-Malt-Whiskylinie geführt. Der Name bezeichnet folglich nicht die Destillerie. Diese Unterscheidung ist hilfreich, wenn Angaben auf Etikett und Verpackung eingeordnet werden sollen: Kurayoshi Distillery bezeichnet einen Destilleriestandort von Matsui Shuzo, während „The Kurayoshi“ eine konkrete Produktlinie markiert.
Neben dieser Linie führt Matsui Shuzo weitere, voneinander getrennte Whiskylinien unter dem Namen Matsui. Dazu gehört eine als Single Malt Whisky Matsui geführte Linie. Welche Kategorie, Fassausstattung oder weitere Spezifikation eine einzelne Abfüllung trägt, ergibt sich jeweils aus ihrer konkreten Kennzeichnung.
Fassmaterialien als dokumentierter Schwerpunkt
Für die Reifung nennt die Kurayoshi Distillery mehrere Fassarten. Neben Wein- und Sherryfässern kommen Mizunara und Sakura zum Einsatz. Mizunara ist japanische Eiche; Sakura bezeichnet Kirschholz. Diese Angaben beschreiben Materialien, die die Destillerie für Fässer verwendet. Sie ersetzen nicht die genaue Fassangabe einer bestimmten Abfüllung, denn diese bleibt für deren Einordnung maßgeblich.
Wer die Bezeichnungen von Matsui Shuzo liest, sollte daher zuerst zwischen Destillerie und Linie unterscheiden und anschließend auf die Angaben zu Whiskykategorie sowie Fassbezug achten. Gerade die Nennung von Mizunara oder Sakura verweist auf das verwendete Holz und nicht auf eine eigenständige Destillerie oder Whiskyklasse.