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Familiengeschichte aus Chavot
Die Wurzeln von Laherte Frères reichen in das Jahr 1889 zurück: Damals gründete Jean-Baptiste Laherte das Familienweingut in Chavost, dem heutigen Chavot. Die Arbeit wird inzwischen über mehrere Generationen fortgeführt. Aurélien Laherte ist seit 2005 im Betrieb tätig und arbeitet dort mit seinem Vater Thierry und seinem Onkel Christian zusammen.
Drei Champagne-Gebiete, unterschiedliche Herkünfte
Die Rebflächen umfassen etwas mehr als 11 Hektar und verteilen sich auf drei klar benannte Bereiche: die Coteaux Sud d’Épernay, die Côte des Blancs und die Vallée de la Marne. Seit 2011 ergänzt das Weingut diese eigene Fläche durch Trauben von befreundeten Winzern. Dabei geht es nach Angaben des Hauses um ungefähr vier Hektar und um Partner mit einer vergleichbaren Arbeitsphilosophie.
Parzellenarbeit und Ausbau unter Holz
Laherte Frères beschreibt seinen Ansatz mit Massalselektion und einer Vinifikation Parzelle für Parzelle. Das ermöglicht, die einzelnen Herkünfte zunächst getrennt zu behandeln, statt sie von vornherein zu einer einheitlichen Partie zusammenzufassen. Hinzu kommen ein schonendes, unmittelbares Pressen und der Anspruch, die Dosage möglichst gering zu halten.
Eine markante Entscheidung fällt im Keller: Nach Angaben des Produzenten werden derzeit 80 Prozent der Weine fermentiert und unter Holz ausgebaut. Genannt werden rund 350 Eichenfässer, sechs Foudres und ein tronkonischer Tank. Diese Angaben beschreiben die technische Ausstattung und Ausbaupraxis des Weinguts, ohne für jede einzelne Cuvée denselben Ausbau vorauszusetzen.
Ultradition als zentrale Hauslinie
Die Cuvées Ultradition nehmen im Selbstverständnis von Laherte Frères eine besondere Stellung ein. Der Produzent ordnet sie als zentrale Ausdrucksform des Hauses und seines kontinuierlichen Qualitätsanspruchs ein. Damit verweist die Linie auf die Verbindung von Familiengeschichte, unterschiedlichen Herkünften und der beschriebenen Arbeitsweise, nicht lediglich auf einen einzelnen Weinberg.
Für die fachliche Einordnung der Marke sind deshalb vor allem drei Ebenen relevant: die seit 1889 dokumentierte Familiengeschichte, die Verteilung der Rebflächen über drei Champagne-Gebiete und die konsequente Trennung von Herkunft und Parzelle im Keller. Der zusätzliche Traubenzukauf erweitert diese Basis, bleibt aber an die vom Haus formulierte gemeinsame Arbeitsphilosophie gebunden.