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Ein gemeinschaftliches Weingut aus Cambados
Bodegas Martín Códax wurde 1985 durch eine Gruppe von 50 Weinbauern ins Leben gerufen. Das Weingut hat seinen Sitz in Cambados, im Herzen des Val do Salnés. Diese Zone liegt in Rías Baixas an der Atlantikküste Galiciens. Laut eigener Darstellung gehören inzwischen mehr als 500 Winzerfamilien zum Projekt.
Die Bezeichnung Martín Códax verweist auf einen berühmten galicischen Troubadour des 13. Jahrhunderts. Damit verbindet die Marke ihren Albariño mit einer literarisch-kulturellen Figur aus Galicien, nicht allein mit einem Ortsnamen.
Albariño als Kern der Marke
Der namensgebende Martín Códax Albariño wurde 1986 entwickelt. Für ihn werden Trauben von Parzellen im Herzen des Val do Salnés von Hand ausgewählt. Er gehört damit zu den frühen und namensgebenden Weinlinien der Marke.
Daneben zeigt das Markenportfolio unterschiedliche Herkünfte und Ausbauprofile: etwa Martín Códax Lías mit Hefelager sowie Arousa und Finca Xieles. Dabei bezeichnet die Linie Lías einen Wein, der nach der alkoholischen Gärung auf der Hefe reift. „Lías“ ist das spanische Wort für Hefesatz; die Bezeichnung benennt hier also unmittelbar eine Entscheidung im Keller.
Parzellen- und Ausbauweine
Arousa: Weinberge an der Ría
Martín Códax Arousa basiert auf einer Auswahl kleiner Weinbergsparzellen an der Mündung des Río Umia in die Ría de Arousa. Die Herkunft wird damit präziser gefasst als beim allgemeinen Verweis auf das Val do Salnés: Im Mittelpunkt stehen ausdrücklich Weinberge im Bereich dieser Meeresbucht.
Finca Xieles: historischer Weinberg, Beton als Ausbaugefäß
Für Martín Códax Finca Xieles nennt der Produzent einen Weinberg, der Ende des 19. Jahrhunderts bepflanzt wurde. Der Wein wird sechs Monate in Betoneiern ausgebaut. Ein Betonei ist ein eiförmiges Gefäß aus Beton und stellt eine klar benannte Alternative zu Ausbauformen in Holz oder Edelstahl dar.
So reicht das Albariño-Thema bei Martín Códax vom 1986 geschaffenen Namenswein über Hefereife bis zu einer parzellenbezogenen Abfüllung aus der Ría de Arousa und einem Wein aus einem Ende des 19. Jahrhunderts bepflanzten Weinberg mit Betonausbau. Diese Linien dokumentieren unterschiedliche Herkunfts- und Kelleransätze innerhalb desselben galicischen Schwerpunkts.