Raul Perez

Raúl Pérez steht für charakterstarke Weine aus dem Bierzo, die eher Herkunft als „Make-up“ zeigen.

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Den passenden Wein finden - Tipps

 
Fakt Details Warum das fürs Kaufen wichtig ist
Herkunft Bierzo (Castilla y León), Schwerpunkt Valtuille de Abajo Terroir-geprägte Mencía-Stilistik, oft „cooler“ als viele Spanien-Rote.
Signatur-Rebsorte Mencía (häufig als Feldblend mit kleinen Anteilen weiterer Sorten möglich) Erwartung: rote Frucht, Kräuter, florale Noten, mineralischer Zug.
Philosophie Minimale Einflussnahme, wenig „Holzdominator“, Jahrgang darf sich zeigen Du kaufst keine uniformen Weine – sondern Jahrgänge mit Persönlichkeit.
Vinifikation (typisch) Oft hoher Ganztraubenanteil; Ausbau in gebrauchten Fässern/Foudres, teils auch Zement Ganztraube bringt Duft, Frische und Struktur – wichtig fürs Foodpairing.
Trinkstil „Saftig & präzise“ statt „süß & schwer“ Ideal, wenn du Pinot-/Nebbiolo-/kühle Syrah-Vibes magst.
Für Einsteiger Ultreia Saint-Jacques (Rot) und Ultreia Godello (Weiß) Beste Preis-Leistung, zeigt den Stil ohne „Sammler-Hürde“.
Für Terroir-Fans La Vizcaína (Lagen/Parzellen-Weine rund um Valtuille) Wenn du Burgund-Logik magst: Lage, Exposition, Boden = Unterschied im Glas.
Für Weißwein-Liebhaber Sketch (Albariño; maritim, salzig, texturiert) „Seriöser“ Albariño mit Tiefe – spannend zu Seafood und Salzbutterküche.

Raúl Pérez Weine im Überblick

Was hinter dem Stil steckt und warum diese Weine so gesucht sind

Wer ist Raúl Pérez – und warum ist Bierzo hier der Schlüssel?

Raúl Pérez kommt aus Valtuille de Abajo im Bierzo und ist in der Region über das Familienweingut Castro Ventosa verwurzelt. Aus dieser Herkunft heraus hat er ab 2003 unter dem Namen Ultreia sein eigenes Projekt aufgebaut und später mit La Vizcaína stärker in Richtung Lagen- und Terroir-Ausdruck weitergedreht. Wer Bierzo nur als „spanischen Rotwein“ abspeichert, unterschätzt die Region: Mencía kann hier je nach Boden und Höhenlage erstaunlich duftig, kräutrig und mineralisch wirken – und genau darauf zielt Pérez ab.

Die Kernphilosophie: „Minimum Einfluss, Maximum Herkunft“

Der eigene Anspruch wird auf seinen Winery-Seiten sehr klar formuliert: Der Fokus liegt darauf, die Traube möglichst wenig zu „überformen“, die Unterschiede von Boden, Mikroklima und Reife zu beobachten und die Weine nicht zu standardisieren. Das Ergebnis sind Weine, die jung bereits Spaß machen sollen, aber auch nach vielen Jahren noch Charakter und Frische zeigen können. Für dich als Käufer: Wenn du Weine suchst, die nicht wie Kopien schmecken, sondern Jahrgang und Herkunft zulassen, bist du hier richtig.

Valtuille de Abajo, „Lomas de Valtuille“ und warum Böden hier so viel ausmachen

Ein großer Teil der spannendsten Weine hängt an Parzellen rund um Valtuille. In der Zone werden häufig arme, kalk- und lehmgeprägte Böden beschrieben; teils kommen sandige und schieferige Anteile dazu. Das klingt technisch, ist aber im Glas sehr konkret: Lehm/Kalk kann Struktur und „Grip“ bringen, Sand wirkt oft aromatisch heller und geschmeidiger, Schiefer betont mineralische Würze. Wer La Vizcaína-Weine trinkt, merkt diese Unterschiede meist deutlicher als bei vielen „Markenweinen“ aus größeren Blends.

Wie die Weine gemacht werden: Ganztraube, Holz im Hintergrund, manchmal Flor

Ein wiederkehrendes Element ist ein hoher Anteil an Ganztraubenvergärung (teils sehr hoch, je nach Cuvée/Jahrgang). Das gibt Duft (floral, kräutrig), Spannung und oft eine feinere Tanninstruktur. Beim Ausbau geht es weniger um neues Holz-Aroma als um Textur und Reifung, häufig in gebrauchten Fässern, größeren Gebinden und teils Zement. Spannend ist auch, dass in seiner Kellerei in Ponferrada laut Berichten Flor (Hefeflor) eingesetzt wurde, um Komplexität zu gewinnen und Weine natürlicher zu schützen – als Ansatz, den Schwefeleinsatz zu reduzieren. Für Weißweine wird zudem beschrieben, dass er eher auf Mikroflora und Hefen setzt statt auf ultraclean Muste und starke Kühlung.

Die Hauptlinien: Welche Raúl Pérez Weine du kaufen solltest – je nach Geschmack

Ultreia: Der Einstieg in den Stil (und oft das beste „erste“ Glas)

Ultreia ist das Projekt, mit dem viele Raúl Pérez entdecken. Der Name geht auf den Gruß der Pilger am Camino de Santiago zurück („weiter gehen“), der durch seine Region führt. In der Praxis ist Ultreia eine Linie vom zugänglichen, sehr preisleistungsstarken Einstieg bis zu deutlich terroirfokussierten, limitierten Weinen. Wenn du Raúl Pérez kennenlernen willst, ohne „Risiko“, ist Ultreia der logischste Start.

Ultreia Saint-Jacques (Rot): Saftig, duftig, seriös – ohne schwer zu werden

Saint-Jacques gilt als ein Aushängeschild mit hoher Verfügbarkeit im Vergleich zu den Mikro-Parzellenweinen. Kritikerbeschreibungen betonen immer wieder die florale, fruchtgetragene Nase, die feinen Tannine und die gute Balance – auch in warmen Jahren. In technischen Notizen wird der Wein als Mencía-basierter Blend beschrieben, häufig mit hohen Ganztraubenanteilen und Ausbau in gebrauchten Fässern und Foudres. Für Käufer ist das Gold wert: Du bekommst ein sehr typisches „Raúl Pérez Profil“ mit Trinkfluss, das sowohl solo funktioniert als auch extrem foodfreundlich ist.

Ultreia Godello (Weiß): Wenn du Struktur statt „nur Frucht“ willst

Godello kann im Bierzo erstaunlich ernsthaft sein: eher Textur und Spannung als tropische Lautstärke. In Berichten über Ultreia wird Godello als eigenständiger Strang innerhalb der Linie genannt. Wenn du Chardonnay-Textur magst, aber mit mehr Kräuter-/Zitrus-Drive, ist das oft ein sehr guter Griff.

La Vizcaína: Terroir-Lupe rund um Valtuille (für Burgund-Fans)

La Vizcaína ist im Kern ein Projekt, das unterschiedliche Terroirs und Expositionen in und um Valtuille de Abajo sichtbar machen will – Mencía als Hauptdarsteller. Praktisch heißt das: einzelne Lagen/Parzellen (z. B. La Poulosa, El Rapolao und weitere) zeigen unterschiedliche „Stimmungen“: mal kühler und würziger, mal runder und sinnlicher, mal mineralischer und straffer. Wenn du beim Kaufen gerne „Lage statt Etikett“ entscheidest, ist La Vizcaína deine Spielwiese.

Sketch (Albariño): Der „Meer“-Pérez – maritim, salzig, mit Sammlerfaktor

Sketch ist Albariño aus Rías Baixas und wird häufig als sehr limitierter, hochbewerteter Weißwein mit ausgeprägter Salzigkeit und Tiefe beschrieben. Je nach Quelle wird auch eine besondere Ausbauidee genannt (u. a. längerer Ausbau auf der Hefe in gebrauchten Fässern; teils wird auch über Unterwasserreifung als Teil der Geschichte von Sketch berichtet). Für Käufer:innen wichtig: Sketch ist kein „leichter Sommer-Albariño“, sondern eher ein ernsthafter Speisenbegleiter – ideal zu Austern, Muscheln, gegrilltem Fisch, aber auch zu moderner, butteriger Küche.

So triffst du die richtige Kaufentscheidung (ohne zu viel Nachdenken)

  • Du willst „einfach geil trinken“ (Preis-Leistung, sofort Spaß): Ultreia Saint-Jacques.
  • Du willst Weißwein mit Struktur und Länge: Ultreia Godello.
  • Du willst Terroir-Unterschiede schmecken (Lage/Parzelle): La Vizcaína (z. B. Lagenabfüllungen).
  • Du willst maritimen Kult-White mit Tiefe: Sketch.

Servieren & Lagern: Kleine Handgriffe, großer Effekt

Temperatur: Saint-Jacques nicht zu warm servieren – leicht gekühlt wirkt er oft präziser und frischer. Godello und Sketch profitieren von nicht zu kalter Temperatur, damit Textur und salzige Tiefe aufgehen. Glas & Luft: Viele Rotweine aus dem Sortiment danken ein mittelgroßes Burgund- oder Universalglas. Bei Lagenweinen lohnt etwas Luft (kurzes Dekantieren oder 30–60 Minuten im Glas). Reife: Ein Teil der Weine ist bewusst früh trinkbar, gleichzeitig wird eine sehr gute Entwicklung über viele Jahre beschrieben. Wenn du zwei Flaschen kaufst: eine jung trinken, eine weglegen – du lernst den Stil doppelt.

Foodpairing: Warum Raúl Pérez Weine so gut zum Essen passen

Die Weine sind häufig nicht „marmeladig“, sondern eher auf Frische, Kräuter, Mineralität und feine Tannine gebaut. Das macht sie extrem vielseitig: Saint-Jacques zu geschmortem Geflügel, Pilzen, Pasta mit Tomate oder Tapas; Godello zu Fisch, hellen Saucen, gegrilltem Gemüse; Sketch zu Seafood, rohem/leicht gegartem Fisch, aber auch zu Gerichten mit Jodigkeit, Algen, Kapern oder Zitronenbutter.

Expert:innen-Meinungen zu den Weinen

  • Raúl Pérez (Winery-Statement, veröffentlicht): Er betont die minimale Einflussnahme, das Beobachten von Boden/Klima/Reife und das Ziel nicht standardisierter Weine – mit Fokus darauf, Holz nicht dominieren zu lassen.
  • Spanish Wine Lover (Weinjournalismus, Profil/Report): Beschreibt u. a. den Einsatz von Flor als natürlichen Schutz während des Ausbaus sowie den Ansatz, bei Weißweinen weniger auf ultraclean Muste/Kühltechnik zu setzen und stattdessen Mikroflora/Hefen arbeiten zu lassen.
  • Wine Advocate / internationale Kritik (über veröffentlichte Bewertungsnotizen): Ultreia Saint-Jacques wird in Jahrgangsnotizen als harmonisch, ausgewogen und trotz warmer Jahre ohne „Hitze“ beschrieben; genannt werden Ganztraubenfermentation und Ausbau in gebrauchten Gebinden.
  • James Suckling (Bewertungsnotizen, veröffentlicht): Betont bei Saint-Jacques florale, fruchtgetragene Aromatik und feine Tanninstruktur; bei Sketch wird eine ausgeprägte salzige, maritime Stilistik hervorgehoben.

FAQ zu Raúl Pérez Weinen

Womit sollte ich starten, wenn ich Raúl Pérez noch nie getrunken habe?

Mit Ultreia Saint-Jacques. Der Wein zeigt die Handschrift (Frische, Duft, Balance) sehr klar und ist meist leichter verfügbar als einzelne Lagenabfüllungen.

Sind Raúl Pérez Weine „Naturwein“?

Stilistisch geht es oft in Richtung minimaler Eingriffe und Herkunftsausdruck. Gleichzeitig ist das Sortiment breit, und nicht jede Abfüllung folgt denselben Regeln. Praktisch: Du bekommst oft viel „Echtheit“, ohne dass es zwingend funky sein muss.

Wie schmeckt Mencía bei Raúl Pérez typischerweise?

Häufig rotfruchtig (Kirsche, Himbeere), floral, kräutrig, mit mineralischer Würze und eher feinen Tanninen. Je nach Lage kann es straffer, erdiger oder saftiger ausfallen.

Warum sind manche Flaschen schwer zu bekommen?

Viele Lagen- und Mikroparzellenweine entstehen in sehr kleinen Mengen. Außerdem sind bestimmte Abfüllungen international stark nachgefragt.

Welche Linie ist „am besten“, Ultreia oder La Vizcaína?

Ultreia ist ideal für Einstieg und Preis-Leistung, La Vizcaína ist ideal, wenn du Terroir-Unterschiede bewusst erschmecken möchtest. „Besser“ ist hier eher eine Frage deines Trinkziels.

Kann ich Saint-Jacques lagern?

Ja, viele Jahrgänge funktionieren jung hervorragend, gleichzeitig wird eine gute Entwicklung über Jahre beschrieben. Wenn du Lagerung magst: 1 Flasche jung, 1 Flasche reifen lassen.

Was passt als Essen am besten zu Saint-Jacques?

Pilzgerichte, geschmortes Geflügel, Tapas, mediterrane Küche, Pasta mit Tomate oder Paprika – überall dort, wo Frische und Würze gefragt sind.

Ist Sketch eher Sommerwein oder ernsthafter Speisenbegleiter?

Eher ernsthafter Speisenbegleiter: maritim, salzig, mit Textur und Länge. Perfekt für Seafood – aber auch spannend zu Gerichten mit Zitronenbutter, Kapern oder Fenchel.

Wie serviere ich die Weine optimal, ohne Profi-Equipment?

Rot leicht kühler als „Zimmertemperatur“, ein gutes Universalglas, und bei komplexeren Lagenweinen etwas Luft geben. Weiß nicht eiskalt, damit Textur und salzige Tiefe aufgehen.

Quellen

  • Bodega Raúl Pérez (offizielle Winery-Seite, „A closer look“): Philosophie (minimale Einflussnahme, keine Standardisierung), Ursprung Ultreia, Hinweis auf Ganztrauben und langfristige Frische/Entwicklung.
  • Spanish Wine Lover (Profil/Report zu Raúl Pérez): Hintergrund zu Projekten (Ultreia, La Vizcaína), Hinweise zu Flor-Einsatz und Arbeitsweise bei Weißweinen (Mikrobiologie/Hefen statt „ultraclean“).
  • Skurnik Wines & Spirits (Importer-Seite inkl. Bewertungsnotizen): Technische und sensorische Beschreibung von Ultreia Saint-Jacques inkl. Angaben zu Ganztraube/Ausbau sowie Kritiker-Scores/Datierung.
  • Castro Ventosa (offizielle Weingutsseite): Familienhintergrund in Valtuille, Historie seit dem 18. Jahrhundert, alte Mencía-Rebanlagen als Kontext.
  • Weinhandel/Verkostungsnotizen (mehrere Händlerseiten, Jahrgangs-/Cuvée-Infos): Ergänzende technische Details zu Cuvées wie Saint-Jacques (Feldblend-Komponenten, Ausbaugefäße) und Sketch (Albariño/Meer-Nähe/Maritim-Stil).
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