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Zwei eigenständige Bodegas, ein Ribeiro-Projekt
Das gemeinsame Viña-Meín-Emilio-Rojo-Projekt entstand 2019 aus dem Engagement von Alma Carraovejas für den Ribeiro. Dabei wurden nicht zwei Namen zu einer einzigen Betriebsgeschichte verschmolzen: Viña Meín und Emilio Rojo werden weiterhin als eigenständige historische Ribeiro-Betriebe innerhalb eines gemeinsamen Projekts geführt.
Der geografische Bezug ist präzise: Die Marke liegt im historischen Tal des Avia bei San Clodio, im Gemeindegebiet Leiro und damit in der D.O. Ribeiro. Für Viña Meín reicht die eigene Geschichte bis 1988 zurück. Haus, Kellerei und die Weinbergterrassen der Finca Meín bilden den historischen Kern dieses Teilprojekts.
Rebsortenvielfalt statt vereinfachter Herkunftserzählung
Im Mittelpunkt steht ein Mosaik autochthoner Rebsorten. Genannt werden unter anderem Treixadura, Godello, Albariño, Caíño Blanco, Loureira, Lado, Torrontés, Caíño Longo und Brancellao. Diese Aufzählung beschreibt nicht bloß eine allgemeine regionale Möglichkeit, sondern das für die Marke belegte Sortenspektrum.
Auch die Arbeitsweise folgt einer differenzierten Betrachtung der Weinberge. Trauben werden nach Parzelle und Rebsorte getrennt gelesen und ausgewählt. So bleiben die Unterschiede zwischen einzelnen Parzellen und den dort vertretenen Sorten ein ausdrücklicher Bestandteil der Herstellung.
Historische Kontinuität ohne Namensvereinheitlichung
Die Verbindung von Viña Meín und Emilio Rojo steht damit für eine gemeinsame Betreuung bei bewahrter Eigenständigkeit. Viña Meín bringt die seit 1988 belegte Geschichte von Finca, Haus und Kellerei ein; Emilio Rojo bleibt als eigener historischer Ribeiro-Betrieb innerhalb derselben Projektstruktur erkennbar. Gerade diese Zweiteilung prägt die Markenidentität stärker als eine Erzählung von nur einem Weingut.