Vino di Anna

Vino di Anna ist das kleine, von Anna Martens und Eric Narioo geführte Weingut in Contrada Crasà nahe Solicchiata am nördlichen Ätna. Ihren ersten gemeinsamen Wein erzeugten sie 2008; 2010 kam der erste eigene Weinberg hinzu.

Die acht Hektar terrassierten Flächen verteilen sich auf kleine Weinbergsparzellen und Olivenhaine. Hoch gelegene Reben auf 730 bis 1.200 Metern, schwarze Basalte aus unterschiedlichen Lavaflüssen und eine Vinifikation mit indigenen Hefen prägen das eigenständige Profil der Marke.

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Ein eigenes Weingut am nördlichen Ätna

Vino di Anna steht für die Arbeit von Anna Martens und Eric Narioo. 2008 erzeugten sie ihren ersten gemeinsamen Wein am Ätna, zwei Jahre später kauften sie ihren ersten Weinberg in Contrada Crasà. Zu diesem Besitz gehörten auch ein aufgegebenes traditionelles Etna-Palmento und ein alter Weinkeller – historische Elemente, die zum konkreten Hintergrund des Weinguts gehören.

Das Zentrum von Vino di Anna liegt nahe Solicchiata an den nördlichen Hängen des Vulkans. Nach eigener Darstellung bewirtschaftet das Weingut acht Hektar terrassiertes Land, aufgeteilt in kleine Weinbergsparzellen und Olivenhaine. Die Flächen liegen zwischen 730 und 1.200 Metern Höhe. Dadurch beschreibt sich der Betrieb nicht über eine einzige, homogene Weinbergsfläche, sondern über unterschiedliche Parzellen in markanten Höhenlagen.

Alte Alberello-Reben und Basaltböden

Die Reben werden überwiegend als einzeln gestützte Alberello-Reben erzogen. Der Produzent gibt ihr Alter mit 60 bis 100 Jahren an. Unter den Reben liegen schwarze bis dunkelgraue Basalte, teils sandig und häufig von steiniger Struktur; sie stammen aus unterschiedlichen historischen Lavaflüssen. Diese Angaben machen die Geologie und die kleinteilige Topografie zu zentralen Bezugspunkten für das Verständnis der Weine.

Die Bewirtschaftung erfolgt laut Weingut organisch. Eine pauschale Stilbeschreibung ersetzt das jedoch nicht: Die konkrete Ausprägung einer Abfüllung hängt auch von Weinberg, Jahrgang und Kellerarbeit ab. Gerade bei Vino di Anna ist deshalb der Blick auf die jeweilige Herstellung aussagekräftiger als ein allgemeines Etikett für alle Weine.

Indigene Hefen und verschiedene Ausbaugefäße

Der Produzent nennt für den Ausbau unterschiedliche Gefäße, darunter Lavastein, Holz, georgische Qvevri, Glas und Edelstahl; die Weine vergären mit indigenen Hefen und bei Umgebungstemperatur. Diese Bandbreite verweist auf eine bewusst differenzierte Arbeitsweise, ohne dass jedes Gefäß jeder Abfüllung zugeordnet werden kann.

Der Name Vino di Anna verbindet damit drei klar belegte Ebenen: ein von zwei Personen geführtes Weingut, hoch gelegene und alte Rebanlagen in Contrada Crasà sowie eine Kellerpraxis, die verschiedene Materialien und Gefäßtypen einbezieht. Der historische Palmento und der alte Weinkeller ergänzen dieses Profil um einen konkreten Bezug zur Weinbaugeschichte des Betriebs.

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