Cabernet Sauvignon (Rebsorte) – Geschmack, Anbaugebiete in Deutschland & Wein-Beispiele

Cabernet Sauvignon gehört zu den beliebtesten Rebsorten in Deutschland. Hier findest du einen kompakten, aber detailreichen Steckbrief: Geschmack, typische Anbaugebiete, Stilrichtungen und fünf häufige Wein-Beispiele – damit du schneller den passenden Cabernet Sauvignon für deinen Anlass findest.

Profil in Zahlen

FaktStandBedeutung
FarberotHilft bei der Stil- und Speisenwahl
Typische AromenCassis, Paprika/Kräuter (je nach Reife), ZedernholzSo erkennst du den Charakter im Glas
SäuremittelBestimmt Frische, Trinkfluss und Lagerfähigkeit
KörperkräftigVon leicht bis kräftig – wichtig für Foodpairing
Typische StilrichtungtrockenTrocken, feinherb oder edelsüß je nach Ausbau
Hauptregionen in DeutschlandPfalz, Baden, Rheinhessen, WürttembergRegionen prägen Klima, Boden und Stil
Ausbau-HinweisStahltank &/oder Holz & Hefe möglichAusbau beeinflusst Textur, Würze und Reife
Servieren & Trinkfenster16–18 °C; Trinkfenster: 5–15 JahreTemperatur & Reife entscheiden über Genuss

So ordnet sich Cabernet Sauvignon ein

Späte Sorte, in Deutschland nur in warmen Lagen zuverlässig reif. Oft im Cuvée, zunehmend aber auch sortenrein mit Holz.

In Deutschland wird Cabernet Sauvignon in unterschiedlichen Regionen angebaut – dadurch entsteht eine große Bandbreite: von frischer, leichter Stilistik bis hin zu komplexen, lagerfähigen Weinen. Entscheidend sind Herkunft (Region/Ort/Lage), Erntezeitpunkt und Ausbau (Stahltank, Holz, Hefelager).

Geschmacksprofil & typische Stile

Cabernet Sauvignon zeigt häufig Cassis, Paprika/Kräuter (je nach Reife), Zedernholz. Je nach Ausbau wirkt der Wein eher kräftig und die Säure ist meist mittel. Typisch ist ein Spektrum von trocken – deshalb lohnt es sich, die Geschmacksangabe und den Ausbauhinweis zu lesen.

  • Cabernet Sauvignon trocken
  • Cabernet Sauvignon im Barrique
  • Cabernet als Bordeaux-Cuvée
  • Cabernet Reserve
  • Cabernet Rosé (selten)

Anbaugebiete in Deutschland

Schwerpunkte für Cabernet Sauvignon findest du vor allem in diesen deutschen Weinregionen:

  • Pfalz
  • Baden
  • Rheinhessen
  • Württemberg

Je kühler die Lage, desto frischer und säurebetonter fällt Cabernet Sauvignon oft aus. Wärmere Regionen bringen mehr Reife, Körper und manchmal höhere Alkoholwerte.

Kurzer Geschichts-Check

Späte Sorte, in Deutschland nur in warmen Lagen zuverlässig reif. Oft im Cuvée, zunehmend aber auch sortenrein mit Holz. Für viele Sorten gilt: Erst mit moderner Kellertechnik und gezielter Lagenarbeit wurden trockene, herkunftsbetonte Stile in Deutschland breiter etabliert.

5 beliebte Wein-Beispiele aus Deutschland

Diese Beispiele sind typische Stil- und Qualitätsformen, wie sie in Deutschland häufig angeboten werden:

  1. Cabernet Sauvignon trocken
  2. Cabernet Sauvignon im Barrique
  3. Cabernet als Bordeaux-Cuvée
  4. Cabernet Reserve
  5. Cabernet Rosé (selten)

Foodpairing: Dazu passt Cabernet Sauvignon

Wenn du Cabernet Sauvignon zum Essen kombinieren willst, sind das erprobte Matches:

  • Rind (Steak)
  • Lamm
  • BBQ
  • Hartkäse
  • Schmorgerichte
  • Dunkle Saucen

Servieren, Lagern, Trinkfenster

16–18 °C; Trinkfenster: 5–15 Jahre. Grundregel: Lieber etwas kühler starten und das Glas im Laufe des Abends wärmer werden lassen.

Kaufberatung: So findest du guten Cabernet Sauvignon

  • Reife ist entscheidend: grüne Noten sind sonst dominant
  • Holz passt gut, wenn Tannin reif ist
  • Aus den wärmsten Lagen wählen
  • Dekantieren kann helfen
  • Für Einsteiger: Cuvées sind oft runder

FAQ

Ist Cabernet Sauvignon eher trocken oder süß?

Cabernet Sauvignon kann je nach Ausbau trocken, feinherb oder restsüß ausgebaut sein. Entscheidend sind Winzerstil, Jahrgang und ggf. Prädikat bzw. Geschmacksangabe.

Welche deutschen Regionen sind für Cabernet Sauvignon typisch?

Die Schwerpunkte liegen vor allem in: Pfalz, Baden, Rheinhessen, Württemberg. Je nach Region unterscheiden sich Körper, Säure und Aromatik spürbar.

Welche Temperatur ist ideal zum Servieren?

16–18 °C

Woran erkenne ich Qualität beim Kauf?

Achte auf Herkunft (Ort/Lage), sauberen Ausbau, stimmige Säure-Frucht-Balance und moderate Alkoholwerte. Bei Premium-Weinen helfen Jahrgang, Ausbauhinweise und seriöse Erzeuger.

Wie lange kann ich Cabernet Sauvignon lagern?

Basisqualitäten eher jung (1–3 Jahre), hochwertige Herkunfts-/Reserveweine deutlich länger.

Zu welchem Essen passt Cabernet Sauvignon am besten?

Sehr gut passen u. a.: Rind (Steak), Lamm, BBQ, Hartkäse u. a..

Ist Cabernet Sauvignon als Geschenk geeignet?

Ja – besonders, wenn du einen Stil wählst, der zur Person passt (z. B. trocken & elegant oder fruchtbetont). Herkunftsweine wirken oft hochwertiger als anonyme Basisqualitäten.

Gibt es gute Alternativen zu Cabernet Sauvignon in Deutschland?

Je nach Stil bieten sich nahe Verwandte oder ähnliche Aromatiker an. Wer es frisch mag, greift z. B. zu Burgundersorten oder aromatischen Spezialitäten; wer es kräftig mag, zu strukturierten Reserven oder Cuvées.

Quellen & Faktencheck (Stand: Januar 2026)

Schlüsselaussagen wurden gegen mehrere Primär- und Statistikquellen geprüft.

  • Deutsches Weininstitut (DWI): Deutscher Wein Statistik 2024/2025 – Rebflächen nach Rebsorten (Datenstand 03.06.2024).
  • Deutsches Weininstitut (DWI): Rebsorten-Übersicht und Rebsortenporträts (Allgemeininfos zu Sorten & Stil).
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): Weinbau-Statistik (Einordnung der wichtigsten Sorten).
  • Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste Reben (Sortenmerkmale & Synonyme, Stand 01.03.2024).
  • Fachpresse Weinwirtschaft/Weinbau (Trendthemen, z. B. PIWI-Zuwächse).

Redaktion
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