- All
- Favorite
- Popular
- Most rated
Eine Maison zwischen historischer Erfindung und neuer Cuvée-Idee
Claude und Memmie Jacquesson gründeten das Haus 1798 in Châlons-sur-Marne. Zu den prägenden Stationen seiner Geschichte gehört Adolphe Jacquessons Patent auf den Muselet von 1844: jener Drahtbügel, der den Korken einer Champagnerflasche sichert.
Ende 2022 wurde Jacquesson Teil der Gruppe Artémis Domaines. Die Produzentenseite führt die Familien Pinault und Henriot La Rouzière als Eigentümer an.
Die Cuvée 700: Nummern als Kellerbuch-Folge
Mit der auf dem Jahrgang 2000 basierenden Cuvée 728 begann Jacquesson das Konzept der Cuvée 700. Ziel ist eine jährlich neu bestimmte, bestmögliche Assemblage – nicht die bloße Wiederholung eines gleichförmigen Hausstils. Die jeweilige Nummer ist dabei keine Qualitätsstufe.
Sie verweist auf die historische Zählung des Kellerbuchs: Dieses endete bei der 728. Abfüllung, weshalb die erste Cuvée der neuen Reihe diesen Namen erhielt. Eine höhere Nummer kennzeichnet folglich eine spätere Ausgabe der Serie, nicht automatisch eine höhere Qualität.
Für die Cuvée 700 verwendet Jacquesson ausschließlich Cuvée, also die ersten Pressungen. Die Grundweine werden vor der Flaschenfüllung in großen Holzfässern vinifiziert und ausgebaut.
Zwei Reifestufen derselben Linie
Neben der Cuvée 700 führt das Haus die Cuvée 700 Late Disgorgement. Die reguläre Ausgabe reift nach Angabe der Maison mehr als vier Jahre; für die spätere Degorgierung folgt eine weitere Reifezeit von fünf Jahren auf der Hefe unter Korken. Beim Degorgieren wird das Hefedepot aus der Flasche entfernt – der Zeitpunkt dieses Arbeitsschritts unterscheidet die beiden Reifestufen.
Eigene Reben in zwei Bereichen der Champagne
Jacquesson bewirtschaftet nach eigenen Angaben 36 Hektar Grand-Cru- und Premier-Cru-Reben. Die Parzellen verteilen sich auf Côte des Blancs und Grande Vallée de la Marne, unter anderem in Avize, Aÿ, Oiry, Dizy, Champillon und Hautvillers.