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Château Valandraud in Saint-Émilion
Anders als viele historisch gewachsene Güter des Bordelais begann Château Valandraud als kleines Projekt von Jean-Luc Thunevin und Murielle Andraud. Der erste Jahrgang wurde 1991 aus einer nur rund 0,6 Hektar großen Rebfläche erzeugt. Die sorgfältige Vinifikation kleiner Partien trug dazu bei, Valandraud als einen der bekanntesten frühen Garagenweine von Bordeaux zu etablieren.
Der weitere Aufstieg zeigt sich in der Klassifikation von Saint-Émilion: 2012 erhielt Château Valandraud den Rang Premier Grand Cru Classé, den die Klassifikation von 2022 bestätigt. Dieser Klassifikationsrang ist nicht mit der Herkunftsbezeichnung Saint-Émilion Grand Cru gleichzusetzen; Appellation und Klassifikation sind zwei unterschiedliche Angaben.
Grand Vin, Virginie de Valandraud und Valandraud Blanc
Der rote Château Valandraud ist der Grand Vin und bildet den historischen Mittelpunkt des Weinguts. Merlot steht gewöhnlich im Vordergrund, ergänzt durch Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon. Die genauen Anteile sowie Einzelheiten des Ausbaus unterscheiden sich je nach Jahrgang.
Virginie de Valandraud ist das separate Zweitwein-Etikett des Guts. Valandraud Blanc bezeichnet dagegen einen Weißwein und gehört nicht zur roten Appellation Saint-Émilion Grand Cru. Die drei Namen sollten daher nicht als austauschbare Varianten desselben Weins verstanden werden.
Den passenden Valandraud-Wein auswählen
- Grand Vin: Wer den klassifizierten roten Spitzenwein des Guts sucht, achtet auf die Bezeichnung Château Valandraud.
- Zweitwein: Virginie de Valandraud ist ein eigenständiges Etikett mit eigener jahrgangsbezogener Zusammensetzung.
- Weißwein: Valandraud Blanc ist die weiße Alternative des Erzeugers und herkunftsrechtlich vom roten Saint-Émilion zu unterscheiden.
- Jahrgang: Assemblage und Ausbau sollten stets anhand der Angaben zum konkreten Jahrgang beurteilt werden.