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Ein Familienanwesen in Loreto Aprutino
Die Geschichte von De Fermo ist mit dem Anwesen in Loreto Aprutino verbunden, das die Familie im 19. Jahrhundert erwarb. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verliebte sich Nicola De Fermo in diesen Ort. Das Weingut liegt in den Abruzzen, zwischen der Adriaküste und dem südlichsten Gletscher Europas.
Die Rebfläche umfasst 16,8 Hektar und liegt auf 280 bis 320 Metern über dem Meeresspiegel. Sämtliche Weinberge sind im Spaliersystem erzogen – eine Form der Reberziehung, bei der die Triebe an einer Drahtanlage geführt werden.
Drei Rebsorten im biodynamischen Anbau
De Fermo kultiviert Montepulciano, Chardonnay und Pecorino biodynamisch. Damit stehen eine für die Abruzzen wichtige rote Sorte sowie zwei weiße Rebsorten im Mittelpunkt der Arbeit des Betriebs. Biodynamischer Anbau bezeichnet eine Bewirtschaftungsweise, die den Weinberg als zusammenhängenden Organismus versteht und über die Vorgaben des rein konventionellen Weinbaus hinausgeht.
Spontane Gärung als jahrgangsbezogene Entscheidung
Im Keller verfolgt De Fermo einen handwerklichen Ansatz. Die Gärungen erfolgen spontan, also ohne den zugesetzten Einsatz ausgewählter Reinzuchthefen. Bemerkenswert ist zudem der Umgang mit der Temperatur: Sie wird nicht als festes Schema vorgegeben, sondern richtet sich nach dem jeweiligen Jahrgang. Diese Entscheidung macht deutlich, dass die Bedingungen eines Jahres in der Kellerarbeit mitgedacht werden.
De Fermo verbindet damit einen historisch gewachsenen Familienbesitz mit klar benannten Grundlagen im Weinberg und einer Gärpraxis, die dem Verlauf des Jahrgangs Raum lässt.