Laurent -Perrier

Laurent-Perrier Champagner: La Cuvée, Rosé, Ultra Brut und Grand Siècle richtig auswählen

Laurent-Perrier gehört zu den Champagnerhäusern, bei denen sich die verschiedenen Cuvées besonders deutlich über ihre Herstellungsphilosophie unterscheiden. Chardonnay spielt bei vielen Weinen eine wichtige Rolle, gleichzeitig besitzt das Haus mit Cuvée Rosé einen ungewöhnlichen Rosé aus 100 Prozent Pinot Noir und mit Ultra Brut einen Champagner ohne Dosage. Grand Siècle verfolgt wiederum eine ganz andere Idee: Statt einen einzelnen großen Jahrgang herauszustellen, werden drei außergewöhnliche Jahre miteinander verbunden.

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Wer Laurent-Perrier Champagner kaufen möchte, sollte deshalb nicht einfach nach dem bekanntesten Namen oder der teuersten Flasche auswählen. Für den Einstieg eignet sich eine andere Cuvée als für einen Liebhaber sehr trockener Champagner, einen Pinot-Noir-Fan oder jemanden, der eine hochwertige Flasche für Keller und Sammlung sucht.

Als praktische Orientierung gilt: La Cuvée zeigt den frischen, Chardonnay-geprägten Hausstil besonders zugänglich, Ultra Brut richtet sich an Liebhaber sehr trockener Champagner, Cuvée Rosé stellt Pinot Noir und rote Frucht in den Mittelpunkt und Grand Siècle bildet die Prestige-Seite des Hauses.

Wer zunächst verstehen möchte, warum Brut, Extra Brut und Brut Nature unterschiedlich trocken schmecken, findet im Ratgeber Brut, trocken und Extra Dry einfach erklärt die wichtigsten Grundlagen.

Was macht Laurent-Perrier besonders?

Die Geschichte beginnt 1812 in Tours-sur-Marne

Die Wurzeln des Hauses reichen bis 1812 zurück. André-Michel Pierlot, zuvor Küfer und Abfüller in Chigny-les-Roses, ließ sich damals als Champagnerhändler in Tours-sur-Marne nieder.

Sein Sohn Alphonse Pierlot führte das Unternehmen weiter und übergab es später an seinen Kellermeister Eugène Laurent.

Als Eugène Laurent 1887 früh verstarb, übernahm seine Witwe Mathilde-Emilie Perrier die Leitung. Sie verband ihren Familiennamen mit dem ihres Mannes – daraus entstand der Name Veuve Laurent-Perrier.

Schon 1889 zeigte sich eine für die spätere Entwicklung charakteristische Idee: Mathilde-Emilie Perrier brachte einen „Grand Vin Sans Sucre“ auf den Markt, der ihrem eigenen Geschmack und dem trockeneren Stil britischer Kunden entsprach.

1939 kaufte Marie-Louise de Nonancourt das Unternehmen. Ihr Sohn Bernard de Nonancourt übernahm 1948 im Alter von nur 28 Jahren die Leitung und prägte Laurent-Perrier über Jahrzehnte entscheidend.

Frische, Eleganz und Reinheit wurden zu den zentralen Leitmotiven des modernen Hausstils.

Bernard de Nonancourt und die Innovationsstrategie

Mehrere heute besonders wichtige Laurent-Perrier-Cuvées gehen auf Entscheidungen unter Bernard de Nonancourt zurück.

Statt das Sortiment nur über klassische Vintage- und Non-Vintage-Champagner zu strukturieren, entwickelte das Haus unterschiedliche Herstellungsansätze:

  • Grand Siècle als Assemblage mehrerer großer Jahre,
  • Cuvée Rosé über eine gezielte Pinot-Noir-Mazeration,
  • Ultra Brut ohne zugesetzte Dosage,
  • und eine zunehmend Chardonnay-geprägte klassische Brut-Stilistik.

Dadurch unterscheiden sich die Cuvées nicht nur über Preis oder Verpackung, sondern tatsächlich durch ihre weinbauliche Idee.

Chardonnay als wichtiger Teil des Laurent-Perrier-Stils

Chardonnay besitzt innerhalb der Maison eine besonders wichtige Stellung.

Bei La Cuvée liegt der Chardonnay-Anteil über 50 Prozent. Die Rebsorte liefert Zitrus, weiße Blüten, helle Früchte, Frische und Finesse.

Pinot Noir ergänzt Körper und Struktur, Meunier zusätzliche Frucht und Rundung.

Auch Grand Siècle wird überwiegend aus Chardonnay aufgebaut und mit Pinot Noir ergänzt. Das ist bemerkenswert, weil Prestige-Champagner anderer Häuser teilweise wesentlich stärker von Pinot Noir geprägt sind.

Für Käufer ist das eine hilfreiche Orientierung: Wer Chardonnay, feinen weißen Burgunder oder frische, eher elegante Champagnerstile mag, findet bei Laurent-Perrier häufig schneller einen Zugang.

Wer Chardonnay bewusst vergleichen möchte, kann zusätzlich den Magazinbeitrag Chardonnay-Weinprobe zu Hause: sechs Regionen im Vergleich nutzen.

Wie schmeckt Laurent-Perrier?

Der Geschmack hängt stark von der konkreten Cuvée ab. Wiederkehrende Merkmale sind jedoch Frische, Zitrus, helle Früchte und eine eher elegante Struktur.

La Cuvée kann Zitrus, weiße Blüten, Weinbergpfirsich und helle Früchte zeigen. Ultra Brut wirkt trockener, geradliniger und stärker von Zitrus, weißer Frucht, Blüten und jodig-mineralischen Eindrücken geprägt.

Cuvée Rosé geht dagegen deutlich in Richtung Himbeere, Johannisbeere, Erdbeere und Schwarzkirsche. Grand Siècle bringt mit langer Hefereife zunehmend kandierte Zitrusfrucht, Brioche, Nüsse und komplexere Reifearomen ins Spiel.

Gesuchter Stil Sinnvolle Laurent-Perrier-Cuvée Typischer Charakter
Frisch und vielseitig La Cuvée Zitrus, weiße Blüten, Pfirsich und helle Früchte
Besonders trocken Ultra Brut Zitrus, weiße Früchte, florale und jodig-mineralische Eindrücke
Chardonnay ohne Dosage Blanc de Blancs Brut Nature Zitrone, Mineralität, Präzision und sehr trockener Charakter
Intensive rote Frucht Cuvée Rosé Himbeere, Johannisbeere, Erdbeere und Schwarzkirsche
Ein bestimmtes Erntejahr Brut Millésimé Jahrgangscharakter, Zitrus, Steinobst, Gebäck und Mineralität
Reife Reserveweine Héritage Zitrus, weißer Pfirsich, Toast, Mandel und Honig
Prestige und lange Entwicklung Grand Siècle Komplexe Frucht, Zitrus, Nuss, Brioche, Mineralität und lange Reife

La Cuvée: der klassische Einstieg

Laurent-Perrier La Cuvée ist für die meisten Käufer der sinnvollste Ausgangspunkt.

Die aktuelle Assemblage besteht zu mehr als der Hälfte aus Chardonnay. Pinot Noir und Meunier ergänzen den Wein. Verwendet werden mehr als 100 Crus, zusätzlich kommen Reserveweine aus früheren Ernten hinzu.

Nach der Assemblage reift La Cuvée mehrere Jahre im Keller.

Geschmacklich stehen frische Zitrusfrüchte und weiße Blüten am Anfang. Am Gaumen können Weinbergpfirsich und andere weiße Früchte hinzukommen.

Das Ergebnis ist ein Champagner, der frisch genug für einen Aperitif ist, aber genügend Struktur besitzt, um Fisch oder helles Fleisch zu begleiten.

Im Handel können bei älteren Produktdaten noch andere Laurent-Perrier-Brut-Bezeichnungen auftauchen. Beim Vergleich sollte deshalb immer die tatsächliche Flaschenbezeichnung geprüft werden.

La Cuvée oder Ultra Brut?

Der Unterschied ist vor allem für Käufer relevant, die empfindlich auf wahrgenommene Süße reagieren.

Merkmal La Cuvée Ultra Brut
Stil Brut Brut Nature
Dosage Klassischer Brut-Stil Keine zugesetzte Dosage
Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Meunier Chardonnay und Pinot Noir
Geschmack Runder, fruchtiger und zugänglicher Geradliniger, trockener und mineralischer
Erster Laurent-Perrier? Meist die sicherere Wahl Besonders für Brut-Nature-Fans
Zum Essen Fisch, helles Fleisch, Aperitif Austern, Sushi, Meeresfrüchte, Schinken und junger Hartkäse

Ultra Brut: ohne zugesetzten Zucker

Laurent-Perrier führte Ultra Brut 1981 ein und gehört damit zu den frühen großen Häusern, die einen konsequent undosierten Champagner entwickelten.

Ultra Brut besteht aus Chardonnay und Pinot Noir. Eine Dosage wird nicht hinzugefügt.

Damit der Champagner trotzdem harmonisch wirkt, müssen die verwendeten Trauben bereits bei der Ernte eine geeignete Balance aus Reife und Säure besitzen.

Ultra Brut ist deshalb keine abgespeckte Version von La Cuvée.

Der Stil ist bewusst anders: sehr trocken, klar und präzise. Zitrus, weiße Früchte, Geißblatt und leicht jodige Eindrücke können auftreten.

Beim Essen passt diese Art Champagner besonders gut zu Austern, Sushi, Schalentieren, hochwertigem Schinken und nicht zu kräftig gereiftem Parmesan.

Blanc de Blancs Brut Nature: 100 Prozent Chardonnay

Wer die Chardonnay-Seite von Laurent-Perrier noch konsequenter erleben möchte, findet mit Blanc de Blancs Brut Nature eine außergewöhnliche Kombination: 100 Prozent Chardonnay und keine zugesetzte Dosage.

Die Chardonnay-Trauben stammen unter anderem aus Avize, Cramant, Oiry und Chouilly in der Côte des Blancs sowie aus Chardonnay-Herkünften der Montagne de Reims.

Der Champagner reift deutlich länger als La Cuvée.

Geschmacklich stehen Zitrus und mineralische Frische im Mittelpunkt.

Dieser Stil richtet sich stärker an erfahrene Chardonnay- und Brut-Nature-Trinker als an Käufer, die einfach eine universelle festliche Flasche suchen.

Cuvée Rosé: 100 Prozent Pinot Noir

Laurent-Perrier Cuvée Rosé besteht vollständig aus Pinot Noir.

Die Cuvée wurde 1968 eingeführt und unterscheidet sich in ihrer Herstellung von vielen Rosé-Champagnern.

Die Trauben stammen aus zehn Crus der Montagne de Reims. Nach Sortierung und Entrappung werden sie für ungefähr 48 bis 72 Stunden mazeriert.

Diese Mazeration extrahiert Farbe und Aromatik direkt aus den Pinot-Noir-Schalen.

Das Ergebnis ist ein ausgesprochen fruchtbetonter Rosé. Himbeere, rote Johannisbeere, Erdbeere und Schwarzkirsche gehören zu den charakteristischen Aromen.

Gerade deshalb sollte Cuvée Rosé nicht nur wegen der auffälligen Flasche oder Farbe gekauft werden. Wer sehr helle, besonders zurückhaltende Rosé-Champagner bevorzugt, findet möglicherweise einen passendere Stilrichtung bei einer anderen Cuvée.

Wer dagegen intensive rote Frucht und Pinot Noir sucht, findet hier einen sehr klaren Kaufgrund.

Cuvée Rosé oder La Cuvée?

Frage La Cuvée Cuvée Rosé
Grundstil Chardonnay-geprägte Assemblage 100 Prozent Pinot Noir
Frucht Zitrus, Pfirsich und weiße Früchte Himbeere, Erdbeere, Johannisbeere und Kirsche
Aperitif Besonders universell Fruchtiger und auffälliger
Zum Essen Fisch und weißes Fleisch Marinierter Fisch, asiatische Gerichte, Schinken und kräftigere Speisen
Geschenk Universeller Gezielter für Rosé- und Pinot-Noir-Fans

Grand Siècle verstehen: Warum die Nummer wichtiger ist als ein Jahrgang

Grand Siècle ist die Prestige-Cuvée von Laurent-Perrier und verfolgt eine ungewöhnliche Idee.

Viele Prestige-Champagner stellen einen einzelnen großen Jahrgang in den Mittelpunkt. Bernard de Nonancourt ging bei Grand Siècle den entgegengesetzten Weg.

Seine Überlegung: Selbst ein außergewöhnliches Jahr besitzt Stärken und Schwächen. Durch die Assemblage von drei komplementären außergewöhnlichen Jahrgängen soll ein harmonischerer „perfekter Jahrgang“ entstehen, als die Natur in einem einzelnen Jahr liefern kann.

Grand Siècle ist deshalb kein klassischer Vintage-Champagner.

Die Assemblage besteht überwiegend aus Chardonnay, ergänzt durch Pinot Noir. Verwendet werden höchstens elf Grand-Cru-Herkünfte. Die Flaschen reifen ungefähr zehn Jahre auf der Hefe; Magnumflaschen erhalten zusätzliche Reife.

Was bedeutet Grand Siècle Iteration 26?

Die Nummer bezeichnet die jeweilige Assemblage – nicht den Jahrgang.

Grand Siècle Iteration N°26 verbindet drei außergewöhnliche Ernten:

  • 2012,
  • 2008,
  • 2007.

Eine Flasche Grand Siècle N°26 ist deshalb weder ein „2026er Champagner“ noch ein einzelner 2012er.

Die Nummer 26 bedeutet lediglich, dass es sich um die 26. veröffentlichte Interpretation des Grand-Siècle-Konzepts handelt.

Gerade bei Online-Angeboten ist diese Unterscheidung wichtig, weil Suchbegriffe wie „Laurent Perrier Grand Siècle 26“, „Grande Cuvée No. 26“ und „Iteration 26“ denselben grundlegenden Produkttyp meinen können.

Grand Siècle Iteration 26 oder 27?

Eine höhere Iterationsnummer bedeutet nicht automatisch eine höhere Qualität.

Iteration N°27 verwendet wiederum drei andere Ernten: 2015, 2013 und 2012.

Damit unterscheiden sich die beiden Cuvées bereits in ihrer Ausgangsbasis.

Merkmal Iteration 26 Iteration 27
Grundidee Drei außergewöhnliche Jahrgänge Drei außergewöhnliche Jahrgänge
Enthaltene Jahre 2012, 2008 und 2007 2015, 2013 und 2012
Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir Chardonnay und Pinot Noir
Qualitätsrang Prestige-Cuvée Prestige-Cuvée
Bedeutung der höheren Nummer Spätere Iteration – nicht automatisch „besser“

Für Sammler ist genau das interessant: Mehrere Iterationen ermöglichen einen Vergleich unterschiedlicher Jahrgangskombinationen innerhalb derselben Grundidee.

Warum Grand Siècle kein gewöhnlicher Non-Vintage ist

Formal verbindet Grand Siècle mehrere Jahre. Trotzdem unterscheidet sich das Konzept deutlich von einer klassischen Non-Vintage-Hauscuvée.

Bei einem klassischen Brut werden jüngere Grundweine und Reserveweine eingesetzt, um einen möglichst wiedererkennbaren Hausstil zu erhalten.

Grand Siècle folgt dagegen strengeren Grundregeln:

  • genau drei außergewöhnliche komplementäre Jahre,
  • überwiegend Chardonnay,
  • ergänzt durch Pinot Noir,
  • nur ausgewählte Grand-Cru-Herkünfte,
  • und besonders lange Hefereife.

Die einzelnen Iterationen dürfen sich deshalb geschmacklich unterscheiden.

Grand Siècle oder Brut Millésimé?

Laurent-Perrier erzeugt zusätzlich klassischen Jahrgangschampagner.

Der Brut Millésimé zeigt den Charakter eines einzigen ausgewählten Erntejahres.

Grand Siècle kombiniert dagegen bewusst drei Jahre.

Kaufziel Brut Millésimé Grand Siècle
Einen konkreten Jahrgang erleben Passender Nicht das Ziel der Cuvée
Prestige-Assemblage Klassischer Vintage-Ansatz Das zentrale Konzept
Geburts- oder Hochzeitsjahr Einfacher nachvollziehbar Nur indirekter Jahresbezug
Sammlung verschiedener Assemblagen Jahrgangsvertikale Iterationsvergleich
Lange Hefereife Ja Besonders ausgeprägt

Héritage: 100 Prozent Reserveweine

Héritage greift eine weitere Seite der Grand-Siècle-Philosophie auf.

Die Cuvée besteht ausschließlich aus ausgewählten Reserveweinen verschiedener Jahrgänge und verwendet Chardonnay und Pinot Noir.

Anders als bei La Cuvée gibt es damit keinen jungen Basisjahrgang als Hauptbestandteil.

Héritage kann deshalb besonders interessant für Käufer sein, die reifere Aromatik suchen, aber nicht sofort auf Grand Siècle wechseln möchten.

Zitrone, weißer Pfirsich und Früchte in Sirup können auf Toast, geröstete Mandel, Honig und andere Reifearomen treffen.

Laurent-Perrier kaufen: Welche Cuvée passt zu welchem Anlass?

Kaufgrund Sinnvolle Cuvée Warum?
Laurent-Perrier erstmals kennenlernen La Cuvée Zeigt den frischen Chardonnay-geprägten Hausstil am unkompliziertesten.
Sehr trockenen Champagner suchen Ultra Brut Keine zugesetzte Dosage und besonders geradliniger Stil.
Chardonnay und Brut Nature verbinden Blanc de Blancs Brut Nature 100 Prozent Chardonnay ohne Dosage.
Rosé und Pinot Noir bevorzugen Cuvée Rosé 100 Prozent Pinot Noir und intensive rote Frucht.
Persönlichen Jahrgang verschenken Brut Millésimé Ein einzelnes Erntejahr lässt sich eindeutig mit einem Anlass verbinden.
Reife Reserveweine probieren Héritage Die Assemblage besteht vollständig aus Reserveweinen.
Prestige-Cuvée für besonderen Anlass Grand Siècle Drei außergewöhnliche Jahre und sehr lange Reife.
Sammlung aufbauen Mehrere Grand-Siècle-Iterationen Unterschiedliche Drei-Jahrgangs-Kompositionen lassen sich vergleichen.

Laurent-Perrier als Geschenk

Für ein Geschenk ist die teuerste Flasche nicht automatisch die beste Wahl.

La Cuvée eignet sich besonders gut, wenn der Empfänger Champagner mag, aber seine konkrete Stilpräferenz nicht bekannt ist.

Ultra Brut ist gezielter. Die Flasche sollte vor allem jemand bekommen, der ausdrücklich sehr trockene Schaumweine schätzt.

Cuvée Rosé passt gut zu Pinot-Noir- und Rosé-Liebhabern und besitzt durch die charakteristische Flasche zusätzlich einen hohen Wiedererkennungswert.

Brut Millésimé ist für Geburtstage, Hochzeiten und Jubiläen interessant, wenn das konkrete Jahr einen persönlichen Bezug besitzt.

Grand Siècle eignet sich eher für einen bedeutenden Anlass oder einen erfahrenen Champagnertrinker, der die Idee der Assemblage und langen Reife tatsächlich zu schätzen weiß.

Zusätzliche Kriterien für Jahrgang, Trinkreife und persönlichen Anlass bietet unser Ratgeber Wein zum runden Geburtstag schenken.

Ist Laurent-Perrier ein guter Hochzeitschampagner?

Ja, allerdings hängt die richtige Cuvée vom Einsatz ab.

Für einen größeren Empfang ist La Cuvée besonders flexibel. Sie eignet sich zum Anstoßen und kann anschließend auch Vorspeisen, Fisch oder weißes Fleisch begleiten.

Cuvée Rosé kann sinnvoll sein, wenn Rosé bewusst Teil des Menüs sein soll.

Grand Siècle ist aufgrund seiner Prestige- und Reifelogik eher für den Hochzeitstisch, eine kleine besondere Runde oder als Geschenk für das Paar interessant als für einen großen Ausschank.

Ein Brut Millésimé kann wiederum eine persönliche Verbindung zu einem bestimmten Jahr herstellen.

Grand Siècle für Sammler

Grand Siècle bietet eine ungewöhnliche Sammlungslogik.

Statt ausschließlich unterschiedliche Jahrgänge desselben Weins zu kaufen, können verschiedene Iterationen gesammelt werden.

Interessante Strategien sind beispielsweise:

  • Iteration 25, 26 und 27 miteinander vergleichen,
  • Flasche und Magnum derselben Iteration gegenüberstellen,
  • unterschiedliche Reifestadien beobachten,
  • ältere Grand-Siècle-Iterationen mit nachvollziehbarer Provenienz sammeln,
  • oder Grand Siècle mit Brut Millésimé aus enthaltenen Einzeljahren vergleichen.

Die Magnum besitzt einen zusätzlichen Reifeaspekt, weil Laurent-Perrier Grand Siècle in diesem Format bewusst noch länger auf der Hefe lagert.

Bei älteren und hochpreisigen Flaschen sollten insbesondere geprüft werden:

  • exakte Iterationsnummer,
  • Flaschenformat,
  • Provenienz und Händlerhistorie,
  • bisherige Lagerbedingungen,
  • Zustand von Etikett, Kapsel und Verpackung,
  • und der geplante Trinkzeitpunkt.

Eine höhere Iterationsnummer oder seltenere Flasche garantiert keine zukünftige Wertsteigerung. Geschmack, Herkunft, Zustand und nachvollziehbare Lagerung sind die belastbareren Sammlergründe.

Welches Essen passt zu Laurent-Perrier?

Die Unterschiede innerhalb des Portfolios sind beim Food Pairing besonders nützlich.

Gericht Passende Cuvée Warum?
Austern Ultra Brut oder Blanc de Blancs Brut Nature Sehr trockener Stil, Zitrus und mineralische Frische passen zu Salz und Meeraromen.
Sushi und Sashimi Ultra Brut Frische und fehlende Dosage funktionieren besonders gut mit rohem Fisch und Umami.
Langustinen La Cuvée oder Grand Siècle Zitrus, Chardonnay und feine Reife ergänzen die natürliche Süße der Krustentiere.
Jakobsmuscheln Brut Millésimé oder Blanc de Blancs Brut Nature Frische und mineralische Struktur begleiten die weiche Textur der Muscheln.
Marinierter Fisch Cuvée Rosé Rote Frucht und Pinot-Noir-Struktur vertragen würzigere Zubereitungen.
Parmaschinken oder Pata Negra Cuvée Rosé oder Ultra Brut Salz und Fett werden durch Säure und Perlage aufgefrischt.
Bressehuhn oder feines Geflügel La Cuvée, Brut Millésimé oder Grand Siècle Chardonnay-Frische und Reifearomen harmonieren mit Röstaromen und cremigeren Saucen.
Trüffelgericht Grand Siècle Lange Reife und komplexe Nuss-, Gebäck- und Fruchtnoten tragen erdige Aromatik.
Chaource Cuvée Rosé Frucht und Säure gleichen die cremige Käsetextur aus.
Junger Parmesan Ultra Brut Salz und Umami treffen auf einen trockenen, frischen Champagner.

Wer Champagner nicht nur zum Anstoßen einsetzen möchte, findet im Beitrag Schaumwein zum Essen: Pairing-Tabelle für Champagner, Cava & Co. weitere Kombinationen und Kaufstrategien.

Welche Temperatur eignet sich?

Hochwertiger Champagner sollte gut gekühlt, aber nicht dauerhaft eiskalt serviert werden.

La Cuvée, Ultra Brut und Cuvée Rosé können kühl starten. Komplexe Jahrgangs- und Prestige-Cuvées dürfen sich im Glas weiter erwärmen, damit Frucht-, Nuss-, Brioche- und Gewürzaromen deutlicher hervortreten.

Ein tulpenförmiges Champagnerglas oder ein geeignetes Weißweinglas bietet komplexeren Cuvées mehr aromatischen Raum als eine extrem schmale Flöte.

Hinweise zu Kühlschrank, Kühler und Servierzeit stehen im Beitrag Wie lange soll man Champagner kühlen?.

Wie sollte Laurent-Perrier gelagert werden?

Wer eine Flasche über längere Zeit aufbewahren möchte, braucht einen dunklen, kühlen und möglichst temperaturstabilen Lagerplatz.

Besonders bei Grand Siècle und Brut Millésimé kann zusätzliche Flaschenreife den Stil verändern: Primäre Frucht tritt zurück, während Brioche, Nuss, Honig, Trockenfrucht und komplexere Reifearomen stärker werden können.

Das bedeutet allerdings nicht, dass möglichst lange Lagerung immer besser ist.

Wer Frische, Zitrus und klare Frucht bevorzugt, kann einen jüngeren Entwicklungsstand interessanter finden.

Bei hochpreisigen älteren Flaschen ist zudem die Lagerung vor dem Kauf mindestens so wichtig wie die Lagerung danach.

Die allgemeinen Grundlagen erklärt unser Ratgeber Wein richtig lagern.

Häufige Fragen zu Laurent-Perrier

Was ist Laurent-Perrier?

Laurent-Perrier ist ein Champagnerhaus aus Tours-sur-Marne. Seine Geschichte beginnt 1812 mit André-Michel Pierlot. Der heutige Name entstand später aus den Familiennamen Eugène Laurent und Mathilde-Emilie Perrier.

Ist Laurent-Perrier ein französischer Champagner?

Ja. Die Maison sitzt in Tours-sur-Marne in der Champagne und produziert ausschließlich Champagner innerhalb der geschützten Herkunft.

Wie schmeckt Laurent-Perrier?

Das hängt von der Cuvée ab. La Cuvée ist frisch, floral und von hellen Früchten geprägt. Ultra Brut ist trockener und mineralischer. Cuvée Rosé zeigt intensive rote Früchte, während Grand Siècle deutlich komplexere Reifearomen entwickeln kann.

Welche Rebsorten verwendet Laurent-Perrier?

Chardonnay, Pinot Noir und Meunier gehören zu den wichtigsten Rebsorten. Die Zusammensetzung verändert sich je nach Cuvée. Cuvée Rosé besteht ausschließlich aus Pinot Noir, Blanc de Blancs Brut Nature ausschließlich aus Chardonnay.

Welche Rolle spielt Chardonnay bei Laurent-Perrier?

Chardonnay prägt den modernen Hausstil stark. Bei La Cuvée liegt sein Anteil über 50 Prozent; auch Grand Siècle wird überwiegend aus Chardonnay erzeugt.

Was ist Laurent-Perrier La Cuvée?

La Cuvée ist die klassische Brut-Cuvée des aktuellen Sortiments. Sie enthält überwiegend Chardonnay sowie Pinot Noir und Meunier, verwendet mehr als 100 Crus und einen Anteil an Reserveweinen.

Welcher Laurent-Perrier eignet sich zum Einstieg?

La Cuvée ist für die meisten Käufer der sinnvollste Einstieg. Sie zeigt Frische, Chardonnay-Finesse und die grundsätzliche Stilidee der Maison, ohne so spezialisiert wie Ultra Brut oder Cuvée Rosé zu sein.

Was ist Laurent-Perrier Ultra Brut?

Ultra Brut ist ein Brut-Nature-Champagner ohne zugesetzte Dosage. Die Cuvée wurde 1981 eingeführt und besteht aus Chardonnay und Pinot Noir.

Ist Ultra Brut komplett zuckerfrei?

Es wird keine Dosage mit zusätzlichem Zucker hinzugefügt. Natürlich entstandene beziehungsweise gärungsbedingte Restbestandteile sind davon zu unterscheiden. Entscheidend ist die Kategorie Brut Nature und die Herstellung ohne Dosage.

Wie schmeckt Laurent-Perrier Ultra Brut?

Der Stil ist sehr trocken, frisch und präzise. Zitrus, weiße Früchte, Blüten und jodig-mineralische Eindrücke können auftreten.

Was ist Laurent-Perrier Blanc de Blancs Brut Nature?

Es handelt sich um einen Champagner aus 100 Prozent Chardonnay ohne zugesetzte Dosage. Die Trauben stammen aus verschiedenen Chardonnay-Herkünften der Côte des Blancs und Montagne de Reims.

Ist Laurent-Perrier Cuvée Rosé 100 Prozent Pinot Noir?

Ja. Die Cuvée besteht vollständig aus Pinot Noir aus zehn Crus der Montagne de Reims.

Wie wird Laurent-Perrier Rosé hergestellt?

Die entrappten Pinot-Noir-Trauben werden je nach Ernte ungefähr 48 bis 72 Stunden mazeriert. Dadurch werden Farbe und intensive Fruchtaromen aus den Beerenschalen gewonnen.

Wie schmeckt Laurent-Perrier Cuvée Rosé?

Typisch sind Himbeere, rote Johannisbeere, Erdbeere und Schwarzkirsche. Der Stil verbindet intensive rote Frucht mit Champagnerfrische.

Seit wann gibt es Laurent-Perrier Cuvée Rosé?

Die Maison entwickelte die Cuvée 1968.

Was ist Grand Siècle?

Grand Siècle ist die Prestige-Cuvée von Laurent-Perrier. Sie verbindet drei außergewöhnliche und komplementäre Jahrgänge und soll daraus die Idee eines möglichst vollständigen „perfekten Jahres“ schaffen.

Ist Grand Siècle ein Jahrgangschampagner?

Nein. Grand Siècle kombiniert drei verschiedene Jahrgänge. Genau diese Assemblage ist das zentrale Konzept der Cuvée.

Was bedeutet Grand Siècle Iteration?

Iteration bezeichnet die konkrete veröffentlichte Assemblage. Jede Iterationsnummer steht für eine andere Kombination aus drei ausgewählten Jahrgängen.

Was bedeutet Laurent-Perrier Grand Siècle 26?

Iteration N°26 ist die 26. veröffentlichte Grand-Siècle-Komposition. Sie verbindet die Jahrgänge 2012, 2008 und 2007.

Ist Grand Siècle 26 ein Champagner aus 2026?

Nein. Die Zahl 26 ist eine Iterationsnummer und kein Jahrgang. Die Cuvée besteht aus Weinen der Jahre 2012, 2008 und 2007.

Was ist der Unterschied zwischen Grand Siècle 26 und 27?

Die Iterationen verwenden unterschiedliche Jahrgangskombinationen. N°26 verbindet 2012, 2008 und 2007; N°27 basiert auf 2015, 2013 und 2012. Die höhere Nummer bedeutet nicht automatisch höhere Qualität.

Welche Rebsorten enthält Grand Siècle?

Grand Siècle besteht überwiegend aus Chardonnay und wird durch Pinot Noir ergänzt. Die Trauben stammen aus einer kleinen Auswahl von Grand-Cru-Herkünften.

Wie lange reift Grand Siècle?

Die reguläre Flasche reift ungefähr zehn Jahre auf der Hefe. Magnumflaschen bleiben bewusst länger in der Hefereife.

Was ist der Unterschied zwischen Grand Siècle und Brut Millésimé?

Brut Millésimé zeigt einen einzelnen ausgewählten Jahrgang. Grand Siècle verbindet dagegen drei außergewöhnliche Jahre zu einer Prestige-Assemblage.

Was ist Laurent-Perrier Héritage?

Héritage besteht vollständig aus Reserveweinen verschiedener Jahrgänge und aus Chardonnay und Pinot Noir. Die Cuvée greift damit die langjährige Reservewein-Kompetenz hinter Grand Siècle auf.

Welcher Laurent-Perrier ist besonders trocken?

Ultra Brut und Blanc de Blancs Brut Nature sind die klarsten Optionen, wenn ein Champagner ohne zugesetzte Dosage gesucht wird.

Welcher Laurent-Perrier eignet sich für Chardonnay-Fans?

Blanc de Blancs Brut Nature stellt Chardonnay vollständig in den Mittelpunkt. La Cuvée und Grand Siècle besitzen ebenfalls einen hohen Chardonnay-Anteil.

Welcher Laurent-Perrier eignet sich für Pinot-Noir-Fans?

Cuvée Rosé ist die eindeutigste Wahl, da sie aus 100 Prozent Pinot Noir erzeugt wird.

Welcher Laurent-Perrier eignet sich als Geschenk?

La Cuvée ist universell, Cuvée Rosé eignet sich gezielt für Rosé- und Pinot-Noir-Fans. Brut Millésimé bietet einen klaren Jahrgangsbezug, Grand Siècle richtet sich stärker an erfahrene Champagnerliebhaber und bedeutende Anlässe.

Ist Laurent-Perrier ein guter Hochzeitschampagner?

Ja. La Cuvée eignet sich besonders gut für einen Empfang. Rosé kann gezielt zum Menü gewählt werden. Ein Jahrgangschampagner oder Grand Siècle eignet sich eher als besondere einzelne Flasche oder Geschenk.

Ist Grand Siècle für Sammler interessant?

Ja. Mehrere Iterationen, Flaschen- und Magnumformate sowie ältere Abfüllungen ermöglichen unterschiedliche Vergleiche. Provenienz und Lagerzustand sind bei älteren Flaschen entscheidend.

Ist eine höhere Grand-Siècle-Iteration besser?

Nein. Die Zahl gibt die Reihenfolge der veröffentlichten Assemblagen an. Unterschiedliche Iterationen besitzen unterschiedliche Jahrgangskombinationen und können deshalb geschmacklich verschieden ausfallen.

Welches Essen passt zu Laurent-Perrier?

La Cuvée passt gut zu Fisch und hellem Fleisch. Ultra Brut eignet sich besonders zu Austern, Sushi und Meeresfrüchten. Cuvée Rosé funktioniert mit mariniertem Fisch, Schinken und asiatischen Gerichten. Grand Siècle kann hochwertige Krustentiere, Fisch, Geflügel und Trüffelgerichte begleiten.

Kann man Laurent-Perrier lagern?

Ja. Das Reifepotenzial unterscheidet sich allerdings nach Cuvée. La Cuvée und Cuvée Rosé sind bereits bei Freigabe gut trinkbar. Jahrgangschampagner und insbesondere Grand Siècle bieten stärkere Möglichkeiten für langfristige Entwicklung.

Was macht Laurent-Perrier besonders?

Die Maison verbindet einen Chardonnay-geprägten Stil mit mehreren ungewöhnlichen Herstellungsansätzen: Cuvée Rosé aus 100 Prozent mazeriertem Pinot Noir, Ultra Brut ohne Dosage und Grand Siècle aus drei außergewöhnlichen Jahrgängen. Dadurch lassen sich innerhalb einer Marke sehr unterschiedliche Champagnerstile gezielt auswählen.

Für die Kaufentscheidung ist deshalb nicht automatisch die exklusivste Flasche die beste Wahl. La Cuvée ist der vielseitige Einstieg, Ultra Brut richtet sich an Liebhaber besonders trockener Champagner, Cuvée Rosé stellt Pinot Noir und rote Frucht in den Mittelpunkt und Grand Siècle bietet eine eigenständige Prestige- und Sammlerlogik über seine verschiedenen Iterationen. So lässt sich Laurent-Perrier nach tatsächlichem Geschmack, Essen und Anlass auswählen – und nicht nur nach Preis oder Bekanntheit des Etiketts.

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