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Palacio de Fefiñanes: Weintradition und Markenidentität
Palacio de Fefiñanes ist eng mit dem gleichnamigen historischen Standort in Cambados verbunden. Nach Angaben des Produzenten besteht dort seit dem 17. Jahrhundert eine Verbindung zur Weinbereitung. Die heutige Markenidentität erhielt einen klaren Bezugspunkt im Jahr 1928: Damals wurden die Marke und das charakteristische Etikett Albariño de Fefiñanes geschaffen und registriert.
Im Zentrum steht Albariño. Der klassische Albariño de Fefiñanes ist der D.O. Rías Baixas zugeordnet, basiert auf der Rebsorte Albariño und wird in Edelstahltanks vergoren. Edelstahl bezeichnet hier vor allem das neutrale Gärgefäß und grenzt den Ausbau von den holzgeprägten Linien der Marke ab.
Drei Ausbauprofile innerhalb der Marke
Albariño de Fefiñanes
Die klassische Linie verbindet Albariño mit der Vergärung im Stahltank. Ihre Einordnung ergibt sich damit aus Herkunftsbezeichnung, Rebsorte und Herstellungsweise – nicht aus einer zusätzlichen Reife- oder Holzfassangabe.
1583 Albariño de Fefiñanes
1583 setzt einen anderen vinologischen Akzent: Der Wein vergärt in französischen Eichenfässern, bleibt anschließend kurz auf der Hefe und wird danach im Stahltank weiter abgerundet. Die Bezeichnung 1583 ist dabei Teil des Namens dieser eigenständigen Linie; aus den vorliegenden Angaben ergibt sich keine gesetzliche Qualitätsstufe.
Albariño de Fefiñanes III Año
III Año wurde erstmals 2001 erzeugt. Nach der alkoholischen Gärung reift der Wein über einen längeren Zeitraum im Stahltank weiter. Damit ist nicht nur der Jahrgang entscheidend, sondern auch die von der Marke ausdrücklich ausgewiesene längere Reifephase.
Weitere historische Linie: Armas de Lanzós
Zum eigenständigen Weinportfolio von Bodegas del Palacio de Fefiñanes gehört außerdem Armas de Lanzós. Der Name nimmt Bezug auf ein altes Geschlecht beziehungsweise einen alten Familienzweig. Die Linie erweitert den historischen Markenkontext über die verschiedenen Albariño-Ausbauprofile hinaus.
Für die Einordnung von Palacio de Fefiñanes sind somit drei Ebenen maßgeblich: die lange Verbindung des Standorts zur Weinbereitung, die 1928 registrierte Marke Albariño de Fefiñanes und die bewusst unterschiedlichen Verfahren von Edelstahlgärung, französischer Fassgärung und längerer Tankreife.