Pheasant's Tears

Pheasant’s Tears ist eine georgische Wein- und Kulturmarke mit Sitz in Sighnaghi. Sie entstand 2006 aus der Zusammenarbeit des US-amerikanischen Künstlers John Wurdeman mit dem georgischen Winzer Gela Patalishvili und verbindet Wein, Küche, Kunst und georgisches Erbe.

Alle Weine werden laut Produzent in Qvevri vergoren und ausgebaut – georgischen, vollständig im Boden liegenden Gefäßen. Die Mazeration reicht je nach Rebsorte und Qvevri-Größe von etwa drei Wochen bis zu sechs Monaten; dadurch steht nicht ein festgelegtes Geschmacksbild, sondern die konkrete Machart des jeweiligen Weins im Mittelpunkt.

Categories

Eine Weinmarke mit kulturellem Anspruch

Pheasant’s Tears ist in Sighnaghi, Georgien, beheimatet und versteht sich ausdrücklich als mehr als ein Weingut. Die Marke verbindet Weinproduktion mit Küche, Kunst und georgischem Kulturerbe. Ihre Entstehung wird in einem Fachkatalog auf das Jahr 2006 datiert: Pheasant’s Tears ging demnach aus einer Zusammenarbeit des US-amerikanischen Künstlers John Wurdeman und des georgischen Winzers Gela Patalishvili hervor.

Auch das Restaurant gehört zur Entwicklung der Marke. Es entstand zunächst als Ergänzung zu den Weinen und wurde nach Darstellung des Produzenten später zu einem eigenständigen kulinarischen Experimentierraum. Wein und Küche sind damit nicht bloß zwei getrennte Bereiche, sondern Teil derselben Markengeschichte.

Qvevri als durchgängiges Herstellungsprinzip

Die zentrale technische Entscheidung lautet Qvevri: Pheasant’s Tears gibt an, sämtliche Weine in diesen georgischen Gefäßen zu vergären und auszubauen. Qvevri sind große Gefäße zur Weinbereitung, die vollständig im Boden liegen. Das Verfahren bezeichnet zunächst die Art von Gärung und Ausbau; es legt nicht allein fest, wie ein Wein am Ende wirkt.

Entscheidend ist unter anderem die Dauer der Mazeration, also des Kontakts von Most und Beerenbestandteilen während der Weinbereitung. Bei Pheasant’s Tears reicht sie laut Produzent von ungefähr drei Wochen bis sechs Monaten. Wie lange sie dauert, hängt von der Rebsorte und der Größe des jeweiligen Qvevri ab. Die Marke beschreibt damit ein Herstellungsprinzip mit unterschiedlichen Ausprägungen statt eines vollständig einheitlichen Hausstils.

Historische Jahrgänge und experimentelle Cuvées

Zur Markenwelt gehören neben den regulären Weinen auch ältere Jahrgänge und experimentelle Cuvées. Der Produzent nennt darunter Abfüllungen, die ausschließlich im eigenen Restaurant und im Crazy Pomegranate ausgeschenkt wurden. Solche Weine sind als historische oder ortsgebundene Aspekte der Marke einzuordnen, nicht als allgemeine Aussage über jede aktuelle Abfüllung.

Für die fachliche Einordnung von Pheasant’s Tears ist deshalb die konkrete Kombination aus Rebsorte, Mazerationsdauer und Qvevri-Ausbau wichtiger als die bloße Bezeichnung „georgischer Qvevri-Wein“. Sie zeigt, wie eng bei dieser Marke handwerkliche Weinbereitung und ein breiteres kulturelles Konzept miteinander verbunden sind.

Weinonaut.de
Logo