Alvear

Alvear ist eine 1729 gegründete Bodega aus Montilla in Andalusien und besonders eng mit Pedro Ximénez verbunden. Die Rebsorte steht hier nicht nur für konzentrierte Süßweine: Alvear erzeugt daraus auch trockene Finos unter Flor, gereiften Palo Cortado und die herkunftsorientierten Weine der Linie 3 Miradas. Süße PX-Abfüllungen gibt es sowohl aus einer Solera als auch aus einzelnen Jahrgängen. Das Spektrum reicht damit von trocken, hefig und geradlinig über nussig-oxidativ bis dicht, rosinig und süß.

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Alvear: Pedro Ximénez in trockener und süßer Form

Bodegas Alvear wurde 1729 in Montilla gegründet und gehört zur DOP Montilla-Moriles. Prägend ist die konsequente Arbeit mit Pedro Ximénez. Anders als häufig angenommen, dient die Rebsorte hier keineswegs nur als Grundlage süßer Dessertweine. Alvear verwendet sie ebenso für Fino, Palo Cortado und trockene, stärker auf einzelne Herkünfte ausgerichtete Weine.

Die Weinberge der Sierra de Montilla sind von hellen, kalkreichen Böden geprägt. Im warmen Klima erreichen die Trauben hohe natürliche Mostgewichte. Alvears Fino kann deshalb die für den Ausbau unter Flor erforderliche Alkoholstärke ohne Zusatz von Weindestillat erreichen. Das unterscheidet diese Weine von vielen vergleichbaren Ausbauten aus Jerez.

Welche Alvear-Linie passt zum gewünschten Stil?

  • Fino C.B. und Fino en Rama: Trockene, von der Reife unter Flor geprägte Weine mit hefigen, mandelartigen und herzhaften Noten. En Rama bezeichnet eine besonders unmittelbar und nur zurückhaltend filtriert abgefüllte Variante.
  • Fino Capataz: Eine länger gereifte, konzentriertere Fino-Interpretation für alle, die mehr Tiefe und Reifearomatik suchen.
  • Palo Cortado Nº 7: Trocken, kräftiger und deutlicher oxidativ geprägt. Nussige und würzige Reifetöne stehen stärker im Vordergrund als beim Fino.
  • 3 Miradas: Trockene Pedro-Ximénez-Weine, bei denen Unterschiede innerhalb der Sierra de Montilla sichtbar werden sollen. Bezeichnungen wie Vino de Pueblo, Paraje de Riofrío Alto oder Cerro Macho kennzeichnen unterschiedlich eng gefasste Herkünfte.
  • Süßer Pedro Ximénez: Für diese Weine werden reife Trauben in der Sonne getrocknet, sodass Zucker und Aromen konzentriert werden. Typisch sind Noten von Rosinen, Feigen, Datteln und dunklem Karamell.
  • Vermouth Rojo: Ein kräuterwürziger, roter Wermut für den Aperitif und eine aromatisierte Ergänzung zum klassischen Weinprogramm.

Pedro Ximénez 1927 oder PX de Añada?

Die Jahresangabe hat bei diesen Abfüllungen unterschiedliche Bedeutungen. Beim Pedro Ximénez 1927 verweist sie auf die historische Solera; der Inhalt ist daher nicht als reiner Wein des Jahrgangs 1927 zu verstehen. PX de Añada stammt dagegen aus dem jeweils genannten Erntejahr. Die Solera steht für einen kontinuierlich gereiften Hausstil, während eine Añada die Eigenart einer bestimmten Lese bewahrt.

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