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Ein Gut, ein Weingut, ein eigenes Projekt
Can Sumoi steht nicht nur für eine Weinlinie, sondern bezeichnet zugleich ein Gut, ein Weingut und ein Weinlabel. Die offizielle Markengeschichte setzt 2017 an: Damals wurde das Anwesen entdeckt; anschließend wurden lokale Winzer in die Wiederherstellung des Guts und der für den Penedès relevanten Rebsorten einbezogen.
Die Anlage wird als historisches Anwesen mit der Datierung 1645 beschrieben. Damit verbindet Can Sumoi die Weinproduktion ausdrücklich mit der Wiederbelebung ländlichen Kulturerbes. Im Zentrum steht nicht allein die Nutzung vorhandener Rebflächen, sondern auch die Wiederherstellung aufgegebener Weinberge und die ökologische Pflege des Gebiets.
Hochlage und zurückhaltender Anbau
Can Sumoi liegt in der Serra de l’Home im Penedès. Die Weinberge befinden sich laut offizieller Darstellung auf rund 600 Metern über dem Meeresspiegel und werden als die höchstgelegenen Weinberge des Penedès geführt. Die aktive landwirtschaftliche Fläche umfasst 20 Hektar; als Untergrund nennt das Projekt roten marinen Ton über Kalkgestein.
Für den Anbau und die Weinbereitung formuliert Can Sumoi einen ökologischen und minimalinvasiven Ansatz. Die offizielle Beschreibung nennt den Verzicht auf künstliche Chemikalien und önologische Zusätze. „Minimalinvasiv“ meint in diesem Zusammenhang eine möglichst zurückhaltende Begleitung der landwirtschaftlichen und önologischen Prozesse, nicht eine pauschale Aussage über den Geschmack einzelner Abfüllungen.
Weinbau als Landschaftsaufgabe
Die Eigenart von Can Sumoi liegt damit in der Verbindung mehrerer Ebenen: historisches Anwesen, hoch gelegenes Weinbaugebiet, ökologische Bewirtschaftung und die gezielte Rückgewinnung verlassener Rebflächen. Lokale Rebsorten sind dabei ausdrücklich Teil des Wiederherstellungsprojekts. Die Marke erzählt Wein folglich im Zusammenhang mit dem Ort, seiner Bewirtschaftung und seinem ländlichen Erbe.