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Vom Familiengartenbau zur biodynamischen Tenuta
Tenuta Selvadolce liegt auf den Höhen von Bordighera im äußersten westlichen Ligurien und erstreckt sich über etwa sieben Hektar. Als Ansprechpartner und Betreiber führt die offizielle Darstellung Aris Blancardi. Die Wurzeln des Betriebs liegen in einer historischen Familiengärtnerei; 2004 begann deren Umwandlung in einen biodynamisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetrieb.
Diese Neuausrichtung ist ausdrücklich mit dem Verzicht auf Pestizide und chemische Düngemittel verbunden. Auch erneuerbare Energiequellen gehören zu den vom Betrieb genannten Grundsätzen. Damit ist Selvadolce nicht nur über einzelne Weinabfüllungen zu beschreiben, sondern wesentlich über die landwirtschaftliche Umstellung des Familienbetriebs.
Dokumentierte Weinlinien: Vermentino und Pigato
Die historischen Selvadolce-Abfüllungen VB1 und Rucantu zeigen zwei unterschiedliche, klar belegte Arbeitsweisen. VB1 wurde zu 100 Prozent aus Vermentino aus biodynamischem Anbau erzeugt. Für diesen Wein sind einige Tage Maischekontakt – also der Kontakt des Mosts mit den Traubenschalen – sowie spontane Gärungen dokumentiert.
Rucantu bestand zu 100 Prozent aus Pigato aus biodynamischem Anbau. Seine dokumentierte Reifezeit betrug 20 Monate im Holzfass auf der Feinhefe. Als Feinhefe bezeichnet man die nach der Gärung im Wein verbleibenden feinen Hefepartikel; der Hinweis beschreibt hier konkret die angegebene Ausbauform, nicht eine allgemeine Stilzuordnung des Betriebs.
Ein Betrieb mit nachvollziehbarer Entwicklung
Selvadolce verbindet somit einen klar datierten Wandel seit 2004 mit historisch dokumentierten Weißweinabfüllungen aus Vermentino und Pigato. Die Angaben zu VB1 und Rucantu sind als Teil der Marken- und Weingeschichte zu lesen: Sie belegen Rebsorten, Ausbauentscheidungen und biodynamischen Bezug dieser Abfüllungen, ohne daraus eine Aussage über andere Jahrgänge oder Weine abzuleiten.