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Ein Gut mit Geschichte in Chinon
Domaine de Pallus liegt in Cravant-les-Côteaux im Loiretal und arbeitet innerhalb der Appellation Chinon. Die Hofchronik setzt einen frühen Fixpunkt im Jahr 1882: Damals wurde Joseph Moron Bewirtschafter des Betriebs. 1889 folgte der Kauf des Domaine de Pallus. Die erste Abfüllung auf dem Gut datiert von 1969.
Seit 2005 steht Bertrand Sourdais an der Spitze. Die offizielle Darstellung des Weinguts bezeichnet ihn als fünfte Generation der Winzerfamilie. Damit verbindet Domaine de Pallus eine überlieferte Familiengeschichte mit der späteren Entwicklung eigener Abfüllungen und klar benannter Weinlinien.
Ökologischer Weinbau und präzise Parzellenarbeit
Domaine de Pallus gibt an, die Flächen seit 2009 vollständig ökologisch zu bewirtschaften. Auf den Produzentenseiten wird außerdem biodynamischer Weinbau genannt. Bei Le Clos Blanc de Pallus ist die Arbeitsweise besonders konkret beschrieben: Die Chenin-Blanc-Cuvée stammt aus einer 2021 bepflanzten Parzelle mit kalkgeprägtem Boden und wird von Hand gelesen.
Auch La Rougerie ist eng an einen bestimmten Weinbergsabschnitt gebunden. Die Cuvée kommt von einer südexponierten Parzelle im oberen Teil des Guts, deren Boden der Produzent als reinen Tonboden beschreibt. Die Rebsorte ist Cabernet Franc; der Produzent nennt sie für La Rougerie zusammen mit der südexponierten Parzelle und dem reinen Tonboden.
Eigene Weinlinien als historische Entwicklung
La Rougerie und La Croix Boissée wurden erstmals im Jahrgang 2015 erzeugt. Diese Datierung bezeichnet den ersten Jahrgang der beiden Weine und nicht das Gründungsjahr des Guts. Le Clos Blanc de Pallus steht daneben für eine eigenständige Chenin-Blanc-Linie aus jüngerer Pflanzung. So lässt sich die Entwicklung des Hauses sowohl über seine lange Betriebsgeschichte als auch über klar benannte Parzellen- und Rebsortenprojekte verfolgen.