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Eine Familiengeschichte aus Castellaneta
Der Ausgangspunkt von L’Archetipo liegt nach offizieller Darstellung im Jahr 1970: Carlo Dibenedetto Sr. setzte damals den ersten entscheidenden Schritt der landwirtschaftlichen Tätigkeit der Familie. Die Weinberge und die agronomische Philosophie sind heute mit Francesco Valentino Dibenedetto verbunden. Der offizielle Betriebsstandort befindet sich in Contrada Tafuri bei Castellaneta in Apulien.
Zum greifbaren Profil des Betriebs gehören rund 20 Hektar Weinberge, die neben der Kellerei auf etwa 320 Metern Höhe am Fuß der Murgia liegen. Die Marke nennt mehrere Rebsorten, die an die örtlichen Bedingungen angepasst sind: Primitivo, Aglianico, Greco, Fiano, Susumaniello, Marchione und Maresco. Damit verweist L’Archetipo sowohl auf bekannte apulische Sorten als auch auf weniger geläufige Namen im eigenen Rebsortenbestand.
„Agricoltura Sinergica“ als Bewirtschaftungsmodell
L’Archetipo bezeichnet seinen Ansatz als Agricoltura Sinergica, also als synergetische Landwirtschaft. Gemeint ist kein Wein- oder Geschmacksstil, sondern ein Modell der Bewirtschaftung, das die Zusammenarbeit von Pflanzen und Bodenorganismen betont. Konkret nennt der Betrieb den Verzicht auf tiefes Pflügen sowie auf chemische Dünger und Pestizide.
Diese Angaben beschreiben vor allem Entscheidungen im Weinberg. Sie erlauben für sich genommen keine pauschale Aussage über den Geschmack einzelner Weine, machen aber nachvollziehbar, welchen Stellenwert Boden und biologische Zusammenhänge in der Markenidentität einnehmen.
Von der Landwirtschaft zur eigenen Schaumweinlinie
Ein historischer Einschnitt in der Entwicklung von L’Archetipo ist laut Markengeschichte das Jahr 2015. Die Schaumweinproduktion wurde zu einem wichtigen Bereich der Kellerei; die heutige Markenübersicht führt dafür eine eigene Spumanti-Kategorie. Das ergänzt den Bezug zu den apulischen Rebsorten um eine klar erkennbare zweite Ebene der Weinbereitung.
So lässt sich L’Archetipo vor allem über drei eng verbundene Merkmale einordnen: die Familiengeschichte seit 1970, den Weinbau in Castellaneta am Fuß der Murgia und die ausdrücklich benannte synergetische Bewirtschaftungsphilosophie. Hinzu kommt die Entwicklung der Schaumweine seit 2015 – nicht als losgelöste Stilbehauptung, sondern als belegter Abschnitt der Markengeschichte.